43. Woche
Internetfinanzzeitung           ISSN: 1862 – 343            neutral - kompetent - unabhängig
19.10.2017
|  IMPRESSUM  |  KONTAKT  |  HOME  |
ARCHIV-SUCHE
LOGIN
Makler
Konsumenten

SERVICE
Formulare
Lexika
Ratgeber

VERGLEICHE

Versicherungen

Energie
Strom
Gas

Kommunikation
DSL
Handy
Internet
Telefon

Banken
Autokredit
Ratenkredit
Tagesgeld
Festgeld
Girokonto
Baugeld
Forward-Darlehen
Bundesschatzbriefe
Depotbank
Förderdarlehen

Reisen
Hotelsuche
Flugbuchung
Mietwagen




Anzeige:
 
Anzeige:
vergleichen entscheiden sparen
 
Anzeige:
Map-Report
NEWSAKTUELL


Nicht jede Bankgebühr ist zulässig
02.06.2005
98 Euro zahlt jeder Deutsche im Schnitt jährlich an Bankgebühren. Damit liegt er weit über dem internationalen Mittel von 78 Euro. Doch längst nicht alle Gebühren sind zulässig. So kassieren manche Institute für Barabhebungen am Schalter eine Extragebühr, weil die Personalkosten höher seien als am Geldautomaten. Zu Unrecht, befand das Landgericht Frankfurt (Az. 2-2 O 17/03). Auch für die Zurückweisung einer Lastschrift mangels Kontodeckung dürfen Banken keine Zusatzgebühren verlangen. Die Berechnung solcher Entgelte ist laut Bundesgerichtshof unzulässig, auch wenn sie unter Deckmänteln wie "Schadenersatz" oder "Information des Kunden über den Misserfolg" daherkommen (Az. XI ZR 154/04). Abbuchungen vom Konto werden sofort vorgenommen, aber bei Einzahlungen und Überweisungen lassen sich Banken gerne Zeit. Auf diese Weise arbeiten die Geldhäuser eine Weile mit dem fremden Geld. Das dürfen sie nicht, urteilte der BGH (Az. XI ZR 239/96). Kommt ein Überweisungsauftrag nicht beim Empfänger an, kann das mehrere Ursachen haben. Der Kunde hat zum Beispiel den Beleg falsch ausgefüllt, die Überweisung könnte aber auch innerhalb der Bank verschwunden sein. Um das herauszufinden, kann der Kunde einen Nachforschungsauftrag stellen - kostenlos und nicht, wie manche Banken meinen, gegen Extragebühr. Auch für Beratungsleistungen dürfen die Institute nicht zusätzlich kassieren, selbst wenn der Kunde sich doch nicht für das Angebot entscheidet. Das geht aus einem Urteil des Oberlandesgerichts Dresden (Aktenzeichen 7 U 2238/00) hervor. Ebenfalls nicht erlaubt ist es, dass eine Bank ihren Kunden wegen einer ungerechtfertigten Reklamation zur Kasse bittet, wie das Landgericht Köln entschied (Aktenzeichen 26 O 30/00). Unzulässig auch, wenn Banken Gebühren verlangen, weil ein Kunde seine Wertpapiere in ein anderes Depot übertragen will - zur kostenfreien Herausgabe von Kundeneigentum sind Kreditinstitute gesetzlich verpflichtet.

ZurückDruckenLeserbriefEmpfehlen

Bookmarken bei:
Internet Explorer Mozilla Firefox google.com Mister Wong Yahoo facebook Linkarena MySpace Twitter del.icio.us


+++ Copyright (c) 2006 +++
MONEY TIMES, die Internet- Finanzzeitung ist urheberrechtlich geschützt.
Es ist unzulässig, Inhalte ohne Redaktionszustimmung gewerbsmäßig zu nutzen, zu verändern und zu veröffentlichen.