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+++ Versicherer haftet für falschen Rat +++
04.10.2007

Als Versicherungskunde darf man auf Ratschläge seines Vermittlers und eines eigens vom Versicherer geschickten Experten vertrauen, wenn man die Versicherungssumme für eine Geschäftseinrichtung festlegt – das zeigt eine Entscheidung des Kammergerichts Berlin (Az. 6 U 191/06). Ein Bäcker hatte eine so genannte Geschäfts-Inhaltsversicherung abgeschlossen. Beim Ausfüllen des Antrags waren ihm sowohl sein Versicherungsvermittler als auch ein vom Versicherer beauftragter Experte für Wertermittlung behilflich. Einige Zeit später hatte der Bäckereibetrieb tatsächlich einen Brandschaden. Die Schadensumme betrug einschließlich Betriebsausfall rund 15.000 Euro. Ein Sachverständiger, der den Schaden anschließend für den Versicherer aufnehmen sollte, stellte allerdings fest, dass die Versicherungssumme um 50 Prozent zu niedrig gewählt war. Wegen der Unterdeckung erstattete der Versicherer nur die Hälfte des Schadens.

Der Bäcker klagte auf vollen Schadenersatz gegen seinen Betriebsversicherer – und bekam Recht. Auch der vom Gericht bestellte Gutachter bestätigte zwar eine erhebliche Unterversicherung. Wenn der Versicherer aber eigens einen Fachmann geschickt habe, um die notwendige Versicherungssumme zu ermitteln, könne er später nicht den Kunden dafür verantwortlich machen, wenn die Einschätzung des Fachmanns falsch ausgefallen sei, so das Berliner Gericht. Der Versicherte müsse auf die Aussagen des Vermittlers und des Versicherungsexperten vertrauen können. Wenn diese Personen falsche Ratschläge erteilten, liege das im Verantwortungsbereich des Versicherers. Der Versicherer muss den Brandschaden nun vollständig ersetzen.

Weitere Informationen unter:
www.fss-online.de/schnelleinstieg/wohngeb.asp

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