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+++ Voller Schadenersatz bei Falschberatung +++
31.10.2007

Viel Geld verdienen als Vermieter – damit locken findige Immobilienfirmen, die Altbauten aufkaufen, modernisieren und sie dann aufgeteilt in Eigentumswohnungen an investitionsfreudige Privatleute weiterverkaufen. Doch oft lassen sich solche „Renditeimmobilien“ gar nicht zu den geplanten Bedingungen vermieten, der erhoffte Gewinn für den Käufer bleibt aus. Der Bundesgerichtshof hat nun entschieden, dass ein Immobilienverkäufer den Schaden ersetzen muss, wenn er „dem Käufer Berechnungsbeispiele über Kosten und finanzielle Vorteile des Erwerbs vorlegt, die diesen zum Vertragsabschluss bewegen sollen" (Az. V ZR 227/06).

Im verhandelten Fall hatte der Verkäufer einer Immobilie dem Käufer nachweislich stark geschönte Angaben über Mieteinnahmen und Renditeerwartungen des Objekts gemacht. Außerdem hatte der Verkäufer erklärt, das Vermietungsrisiko sei weitgehend abgesichert, wenn sich der Käufer einem Mietpool anschließe – einer Vereinbarung, nach der sich mehrere Eigentümer die Erträge und Risiken ihrer Immobilien teilen. Nach dem Kauf stellte sich jedoch heraus, dass schon bei einem Leerstand von 10 Prozent der gesamten Mietpool-Fläche die versprochene Quadratmetermiete nicht annähernd zu erzielen war. Der Käufer fühlte sich hinters Licht geführt und klagte gegen den Verkäufer auf Rückabwicklung des Kaufvertrags.

Der Bundesgerichtshof gab dem Mann Recht. Falsche Informationen zu Wertsteigerung oder erwarteten Erträgen einer Immobilie stellen eine erhebliche Pflichtverletzung durch den Verkäufer dar, so die Bundesrichter. Der Verkäufer muss realistische Angaben über die zu erwartende Miete machen und die anteiligen Belastungen bei einem Beitritt zu einem Mietpool erläutern, wenn andere Wohnungen leer stehen. Nach der Entscheidung des Bundesgerichtshofs ist der Kaufvertrag rückgängig zu machen, der Verkäufer muss alle Kosten des Käufers ersetzen.

Weitere Informationen unter: www.rechtsschutz-forum.de



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