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+++ Privathaftpflicht zahlt teuren Schülerstreich +++
31.10.2007

Die private Haftpflichtversicherung muss zahlen, wenn ein Dreizehnjähriger mit einem Feuerlöscher spielt und dabei einen hohen Schaden verursacht. Das zeigt eine Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz (Az. 10 U 1748/06). Ein 13 Jahre alter Schüler hatte in einer unverschlossenen Kirche leichtsinnig mit einem Feuerlöscher hantiert. Löschmittel trat aus, Teile der Orgel und wertvolle Kunstgegenstände wurden verschmutzt und teilweise beschädigt. Zur Beseitigung der Schäden mussten teure Fachleute eingesetzt werden, die Gesamtkosten beliefen sich auf 27.780 Euro.

Die Privathaftpflichtversicherung der Mutter, wo der Junge als minderjähriges Familienmitglied mitversichert war, wollte aber nur rund 12.600 Euro zahlen. Ein Dreizehnjähriger müsse wissen, dass er mit einem Feuerlöscher erhebliche Verschmutzungen anrichten könne, so das Argument des Versicherers. Der Junge habe vorsätzlich gehandelt, seine Mutter als Versicherungsnehmerin müsse sich deshalb einen Teil des Schadens selbst zurechnen lassen.

Die Frau klagte gegen den Privathaftpflichtversicherer auf vollen Ersatz des entstandenen Schadens. Nach anders lautenden Urteilen der Vorinstanzen gab das Koblenzer Oberlandesgericht der Klägerin nun Recht. Es sei nicht mit absoluter Sicherheit zu sagen, ob ihr Sohn wusste, welchen Schaden er durch den Gebrauch des Feuerlöschers anrichten würde. Auch wenn er erkennbar vorsätzlich gehandelt habe, könne man ihm nicht unterstellen, dass er die weit reichenden Folgen seines Streiches voll voraussehen konnte. Der Vorsatz bezog sich nach Auffassung des Gerichts zwar auf das Schadensereignis selbst, nicht aber auf die teuren Folgen. Der beklagte Privathaftpflichtversicherer muss deshalb den gesamten Schaden übernehmen.

Weitere Informationen unter:
www.fss-online.de/schnelleinstieg/phv.asp



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