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+++ Reisekrankenversicherer muss zahlen +++
19.12.2007

Ein Reisekrankenversicherer darf die Leistung nicht grundsätzlich verweigern, weil eine Reise von Beginn an für einen längeren als den versicherten Zeitraum geplant war. Das zeigt eine Grundsatzentscheidung des Bundesgerichtshofs (Az. IV ZR 136/06). Eine ältere Dame war kurz nach Antritt einer USA-Reise schwer erkrankt und wenige Wochen später dort in einer Klinik verstorben. Die Frau hatte vor der Reise eine private Auslandsreise-Krankenversicherung abgeschlossen. Die Erben der Verstorbenen forderten später die entstandenen Behandlungskosten in Höhe von rund 90.000 Euro vom Reisekrankenversicherer zurück. Als der Versicherer erfuhr, dass die Frau eine Reise von insgesamt dreieinhalb Monaten geplant hatte, weigerte er sich, die Behandlungskosten zu übernehmen. Zur Begründung führte er seine Tarifbedingungen an, nach denen nur „ambulante und stationäre Heilbehandlungen im Ausland während vorübergehender Reisen bis zu sechs Wochen Dauer” versichert seien.

Die Erben der verstorbenen Frau klagten durch mehrere Instanzen gegen den Reisekrankenversicherer und bekamen jetzt vor dem Bundesgerichtshof Recht. Die Richter fanden in den Tarifbedingungen keine Regelung, aus der eindeutig hervorgeht, dass von Anfang an kein Versicherungsschutz besteht, wenn eine Reise länger als sechs Wochen dauert. Für den Versicherungskunden als Leser der Tarifbedingungen sei es nahe liegender, dass der Versicherer mit der fraglichen Klausel die Höchstdauer des Versicherungsschutzes ab dem Tag des Reiseantritts regeln will. Der Versicherungskunde könne deshalb davon ausgehen, dass für die ersten sechs Wochen einer Auslandsreise grundsätzlich Versicherungsschutz besteht – auch wenn die Reise insgesamt länger dauert. Der beklagte Reisekrankenversicherer muss die Behandlungskosten nun voll erstatten.

Weitere Informationen unter: www.fss-online.de/Schnelleinstieg/PKV_Aus_reiseversicherung.asp


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