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+++ Unwetterschäden: Das sagt die Rechtsprechung +++
06.02.2008

Wegen des Klimawandels rechnen Wissenschaftler künftig mit mehr und schweren Stürmen. Bei Sturmschäden kann es zu Unstimmigkeiten zwischen Gebäude- oder Hausratversicherern und ihren Kunden kommen. Wenn das versicherte Gebäude bereits Vorschäden hat, der Sturm aber direkte Ursache des fraglichen Schadens ist, muss der Versicherer zahlen. Das Oberlandesgericht Saarbrücken entschied zugunsten eines Hausbesitzers, dem ein Orkan den Verputz von der Wand gerissen hatte. Sein Gebäudeversicherer hatte die Leistung mit der Begründung verweigert, der Putz sei schon vorher stellenweise lose gewesen (OLG Saarbrücken, Az. 5 U 496/05-53).

Wenn bei Sturm ein Baum aus dem eigenen Garten umstürzt und dabei ein Nachbarhaus beschädigt, kann man als Grundbesitzer nicht haftbar gemacht werden, sofern man nachweist, dass man den Baum regelmäßig gestutzt und auf Standfestigkeit geprüft hat. Der geschädigte Nachbar hatte gegen die Grundstücks- und Gebäude-Haftpflichtversicherung eines Baumbesitzers geklagt (Amtsgericht Hermeskeil, Az. 1 C 288/01). Ebenfalls aus der Haftung ist man, sofern man als Hausbesitzer nachweist, dass ein Dachdecker das Dach regelmäßig geprüft hat, wenn der Orkan einzelne Ziegel herunterweht und ein Fahrzeug beschädigt wird (OLG Düsseldorf, Az. 22 U 76/02).

In jedem Fall muss der Versicherer den Schaden begutachten können, bevor man eine Reparatur in Auftrag gibt: Der Eigentümer einer Lagerhalle hatte ein vom Sturm beschädigtes Tor reparieren lassen, ohne dem Versicherer Gelegenheit zu geben, den Schaden zu besichtigen. Nach einer Entscheidung der Oberlandesgerichts Hamm brauchte der Gebäudeversicherer nicht zu zahlen (Az. 20 U 88/04).

Weitere Informationen unter:
www.fss-online.de/schnelleinstieg/wohngeb.asp

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