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+++ Arbeitgeber darf bei Diebstahl sofort kündigen +++
13.02.2008

Wer den Arbeitgeber bestiehlt, muss mit der fristlosen Kündigung rechnen – auch wenn er schon lange im Betrieb ist und das Gestohlene nur geringen Wert hat. Das zeigt eine aktuelle Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Nürnberg (Az. 7 Sa 182/07).

Ein Mann arbeitete seit über 30 Jahren in einer Großbäckerei. Als er versuchte, ein Brot im Wert von 1,30 Euro ohne Bezahlung mitzunehmen, wurde er von einem Vorgesetzten erwischt. Der Arbeitgeber kündigte ihm daraufhin fristlos. In der Kündigung berief der Arbeitgeber sich auf eine Hausmitteilung aus dem Jahr 2004, nach der jede unberechtigte Entnahme von Waren zu einer sofortigen Beendigung des Arbeitsverhältnisses führt. Der Arbeiter wollte die Entlassung nicht hinnehmen und erhob Kündigungsschutzklage. Eine fristlose Kündigung sei wegen seiner langen Betriebszugehörigkeit und des geringen Wertes des Brotes nicht gerechtfertigt, so seine Begründung. Vor einer Entlassung hätte der Arbeitgeber ihn zunächst abmahnen und damit Gelegenheit zur Bewährung geben müssen. Erst nach einem neuerlichen Verstoß wäre eine fristlose Kündigung angemessen gewesen.

Die fränkischen Landesarbeitsrichter teilten die Auffassung des Klägers nicht. Wegen der langen Betriebszugehörigkeit werteten sie den Vertrauensbruch des Arbeiters sogar als besonders schwer. Der geringe Wert des gestohlenen Brotes sei nicht von Bedeutung. Wer als Arbeitgeber nach einem Diebstahl nicht sofort kündige, riskiere weitere Fehltritte des Beschäftigten und schlimmstenfalls Nachahmung durch andere Mitarbeiter. Schon durch die klare betriebliche Regelung hätten dem Kläger die Folgen seines Handelns bewusst sein müssen. Eine vorherige Abmahnung sei bei einer Kündigung wegen Diebstahl grundsätzlich nicht erforderlich, so das Gericht. Die fristlose Kündigung des Bäckereimitarbeiters bleibt nun wirksam, eine Berufung ließ das Landesarbeitsgericht nicht zu.

Weitere Informationen unter: www.rechtsschutz-forum.de



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