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+++ Wer haftet bei EC-Karten-Diebstahl? +++
20.02.2008
Kunde oder Bank - wer haftet, wenn mit einer gestohlenen EC-Karte und korrekter PIN-Nummer Geld abgehoben wird, noch bevor die Karte gesperrt werden kann? Diese Frage hat im Januar 2008 das Oberlandesgericht Frankfurt/Main entschieden (Az. 23 U 38/05).

Eine Verbraucherschutzorganisation, die zwölf Kunden in einem Musterprozess vertrat, hatte gegen eine Geschäftsbank geklagt. Den betroffenen Kunden waren ihre EC-Karten gestohlen und damit unerlaubt Geld abgehoben worden, bevor sie ihre Karten sperren konnten. Alle Geschädigten behaupteten, sie hätten die zum Geldabheben erforderliche PIN-Nummer weder auf der Karte notiert noch zusammen mit der Karte aufbewahrt. Die Kartendiebe müssten folglich das Verschlüsselungs-System der Geldautomaten ausgetrickst haben, um an das Geld zu kommen. Die beklagte Bank hielt dagegen, es sei praktisch unmöglich, ihr gesichertes PIN-System in so kurzer Zeit ohne Mitwirkung der Karteninhaber zu knacken. Die Schuld schob die Bank den Bestohlenen zu, die offenbar zu sorglos mit Karte und Geheimnummer umgegangen seien.

Das Frankfurter Landgericht beauftragte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik mit einem Gutachten über das Verschlüsselungssystem der Bank. Das Sachverständigen-Gutachten schloss zwar nicht grundsätzlich aus, dass PIN-Systeme von kriminellen Spezialisten geknackt werden können. Am Verschlüsselungssystem der beklagten Bank fanden die Gutachter jedoch keine Sicherheitsmängel. In diesem Fall müssten die Kläger den Beweis antreten, dass das PIN-System der Bank ausgetrickst worden sei, so das Gericht. Weil sie einen solchen Beweis nicht vorlegen konnten, wurde die Sammelklage der Verbraucherschutzorganisation abgewiesen. Die Bankkunden bleiben nun auf ihrem Schaden sitzen.

Weitere Informationen unter:
www.fss-online.de/Schnelleinstieg/Banken_Giro.asp


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