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+++ Krankenkasse muss Blindenhund zahlen +++
20.02.2008

Wenn ein Mobilitätstraining mit dem Blindenstock nicht ausreicht, müssen gesetzliche Krankenkassen auch die Kosten für einen Blindenführhund übernehmen, um einem schwer Sehbehinderten die nötige Sicherheit im Straßenverkehr zu ermöglichen. Das zeigt eine jetzt veröffentlichte Entscheidung des Landessozialgerichts Baden-Württemberg vom 26. Oktober 2007 (Az. L 4 KR 5486/05).

Eine Frau, die ihre Sehkraft fast vollständig verloren hatte, beantragte bei ihrer gesetzlichen Krankenkasse Kostenübernahme für einen Blindenführhund. Die Kasse wollte die hohen Kosten von rund 20.000 Euro jedoch nicht tragen und verwies auf preisgünstigere Alternativen. In einem Mobilitätstraining sollte die verheiratete Mutter von zwei Kindern im Alter von 15 und 16 Jahren den Umgang mit dem Blindenstock erlernen. Die Frau fühlte sich auch nach dieser Maßnahme im Straßenverkehr noch immer ängstlich und unsicher. Auch die Rehabilitationseinrichtung, die das Training durchgeführt hatte, empfahl ihr für zusätzliche Sicherheit einen Blindenhund. Ein zweites von der Kasse angebotenes Mobilitätstraining wollte die Frau nicht mehr mitmachen. Stattdessen klagte sie gegen ihre gesetzliche Krankenkasse auf Kostenerstattung für den teuren Blindenführhund.

Das Landessozialgericht Baden-Württemberg Gericht gab der Frau Recht. Im speziellen Fall der Klägerin sei ein Blindenhund erforderlich, damit sich die Frau sicher genug im Straßenverkehr bewegen könne. Der Krankenversicherer dürfe nicht darauf verweisen, dass die Frau bei Ausgängen doch von ihrem Ehemann begleitet werden könne. Auch beeinträchtigte Menschen müssten ihr Leben soweit wie möglich selbstständig und unabhängig von Anderen bewältigen können. Die Krankenkasse muss der Frau nun die Anschaffung und Ausbildung eines Führhundes bezahlen.

Weitere Informationen unter: www.forum-krankenkassen.de


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