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+++ Scheinrabatte im Möbelhandel verboten +++
02.04.2008
„30 Prozent Rabatt auf alle Möbel – nur diese Woche!“ So oder ähnlich reißerisch werben viele Einrichtungshäuser, um Kunden anzulocken. Als Verbraucher fragt man sich, wie der Möbelhändler bei solchen Rabatten noch Gewinn macht. Der Trick ist einfach. Oft hebt der Händler kurz vor der Rabattaktion die Preise kräftig an, damit er trotz hohen Rabatten noch auf seinen Schnitt kommt. Dieser Vorgehensweise hat das Landgericht Lübeck allerdings einen Riegel vorgeschoben (Az. 11 O 80/07).

Die Lübecker Filiale einer großen Einrichtungskette hatte großformatig mit 25 Prozent Rabatt auf alle Möbel geworben. Kunden, denen eine bestimmte Polstergruppe für 2.765 Euro sechs Tage zuvor zu teuer gewesen war, fragten telefonisch an und bekamen die Auskunft, der Rabatt gelte auch für die Sitzgruppe. Die Eheleute fuhren guter Hoffnung ins Möbelhaus, jetzt nur noch 2.073,75 Euro zahlen zu müssen. Die Sitzgruppe war aber plötzlich mit einem deutlich höheren Listenpreis von 3.291 Euro ausgezeichnet. Die 25 Prozent Rabatt sollten für den neuen Preis gelten, die Polstermöbel sollten also immer noch 2.468,25 Euro kosten. Eine Verkäuferin bestätigte dem Ehepaar, dass vor der Rabattaktion im ganzen Haus die Preise geändert worden seien, man habe Preiserhöhungen der Hersteller weitergeben müssen.

Die enttäuschten Kunden beschwerten sich bei der Verbraucherzentrale Hamburg. Die Verbraucherschützer klagten gegen das Einrichtungshaus auf Unterlassung des Rabatt-Tricks – mit Erfolg. Das Lübecker Landgericht sah in der Rabatt-Praxis des Möbelhändlers eine klare Irreführung der Verbraucher und untersagte ihm, zukünftig "mit der Gewährung von Rabatten auf Möbelpreise zu werben, wenn der Ausgangspreis innerhalb von sechs Tagen vor Angebotsbeginn erhöht worden ist". Bei einem weiteren Verstoß droht dem Möbelhaus nun ein Ordnungsgeld bis zu 250.000 Euro.

Weitere Informationen unter: www.rechtsschutz-forum.de



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