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+++ Unseriöse Gewinntricks erkennen +++
23.04.2008

„Herzlichen Glückwunsch, Sie haben gewonnen!“ - „10.000 Euro in bar“, einen „schicken Sportwagen“ oder eine „luxuriöse Mittelmeer-Kreuzfahrt“ - immer wieder verschicken Geschäftemacher dubiose Gewinnbenachrichtigungen. Die versprochenen Gewinne sind allerdings an Vorleistungen gekoppelt: Man soll für eine bestimmte Summe Waren bestellen, ein Zeitschriftenabonnement abschließen oder bei einer teuren Hotline anrufen, um an seinen Gewinn zu kommen, so die Mitteilung.

Mancher fügt sich diesen Auflagen, schließlich will man gewinnen. Auf den Gewinn wartet man in aller Regel aber vergebens. Ärgerlicher als der materielle Schaden ist noch, dass der Absender durch die Rückmeldung jetzt weiß, dass sich hinter der Adresse tatsächlich ein leichtgläubiges Opfer befindet. Folge: Die Werbeflut geht weiter. An und für sich ist die Rechtslage klar, denn § 661a des Bürgerlichen Gesetzbuches sagt: "Ein Unternehmer, der Gewinnzusagen oder vergleichbare Mitteilungen an Verbraucher sendet und durch die Gestaltung dieser Zusendung den Eindruck erweckt, dass der Verbraucher einen Preis gewonnen hat, hat dem Verbraucher diesen Preis zu leisten." Doch Recht haben und Recht bekommen sind zwei paar Schuhe. Meist verschanzen sich die Veranstalter unseriöser Gewinnspiele hinter Briefkastenfirmen im Ausland. Für die Durchsetzung des Rechtsanspruchs braucht man aber einen greifbaren Adressaten.

Wer trotz aller Schwierigkeiten den Rechtsweg gehen will, sollte sich bewusst sein, dass viel Arbeit bei hohem Risiko auf ihn zukommt – in vielen Fällen können die Verantwortlichen für den Gewinnbetrug nicht ermittelt werden. Falls doch, muss man als Geschädigter unter hohem Aufwand am ausländischen Firmensitz des Betrügers klagen. Wer eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen hat, kann allerdings hoffen: Sagt der Versicherer eine Kostenübernahme zu, kann man den Fall getrost seinem Rechtsanwalt übergeben.

Weitere Informationen unter: www.rechtsschutz-forum.de


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