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+++ Schiffsgeräusche sind kein Reisemangel +++
30.04.2008

Immer mehr Deutsche gehen auf Schiffsreisen. Kreuzfahrt-Urlauber können nicht automatisch eine Reisepreisminderung verlangen, nur weil Ihre Kabine am Heck des Schiffes liegt und dort schiffstypische Motorengeräusche oder Treibstoffgeruch auftreten. Das bestätigt eine aktuelle Entscheidung des Amtsgerichts München (Az.: 242 C 16587/07).

Ein Ehepaar hatte eine Kreuzfahrt im Mittelmeer gebucht. Man entschied sich für eine Außenkabine mit Balkon zum Preis von rund 2.300 Euro. Auf dem Schiff bekam das Ehepaar auch die gebuchte Unterkunft – allerdings direkt am Heck des Urlaubsliners. Das Paar fühlte sich dort durch besonders starke Motorenvibrationen und -geräusche gestört, der Lärm sei kaum zu ertragen gewesen. Außerdem seien Treibstoff- und Küchengerüche in ihre Schiffskabine gezogen, der Balkon habe wegen Wassernebelbildung am Heck praktisch nicht genutzt werden können. Andere Gäste in Kabinen der gleichen Kategorie, aber an der Längsseite des Schiffes, hätten diese Probleme nicht gehabt. Die enttäuschten Urlauber forderten vom Kreuzfahrtunternehmen nachträglich eine Reisepreisminderung von 40 Prozent. Das Reiseunternehmen wollte nicht zahlen, der Fall ging vor Gericht. Der Richter sah allerdings keinen Grund zur Minderung des Reisepreises.

Die Kläger hätten unstreitig eine Kabine der gebuchten Größe und Ausstattung bekommen, so das Münchner Amtsgericht. Wie bei allen Schiffen verursache der Motor auch bei Kreuzfahrt-Linern wahrnehmbare Geräusche. Die Passagiere müssten das auch bei einiger Lautstärke hinnehmen, solange es sich um für Kreuzfahrtschiffe typische Geräusche handele. Auch die Geruchsbelästigung und der Wassernebel hätten sich im üblichen Rahmen gehalten. Nur weil die Belästigung in anderen Kabinen der gebuchten Art geringer gewesen sei, liege nicht automatisch ein Reisemangel vor, so das Gericht. Es stehe durchaus im Ermessen des Reiseveranstalters, unterschiedlich gelegene Kabinen derselben Preiskategorie zuzuordnen, wenn die Ausstattung gleich sei. Das Gericht lehnte die Forderung der enttäuschten Kreuzfahrer nach Reisepreisminderung deshalb ab.

www.rechtsschutz-forum.de

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