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+++ Versicherer muss Schaden prüfen können +++
07.05.2008

Nach einem Schadenfall muss man dem Versicherer Gelegenheit geben, den Vorfall zu prüfen. Wer einen Schaden vorschnell reparieren lässt und dem Versicherer dadurch die Möglichkeit nimmt, den Schaden gründlich zu begutachten, riskiert seinen Versicherungsschutz. Das zeigt eine Entscheidung des Amtsgerichts München (Az. AZ 281 C 15020/07).

Nach einem Unwetter mit heftigen Blitzeinschlägen in der Umgebung funktionierte die Heizungsanlage eines privaten Wohnhauses nicht mehr. Der Eigentümer führte den Schaden darauf zurück, dass ein Blitz ins Stromnetz eingeschlagen sein müsse und meldete den Vorfall seiner Gebäudeversicherung. Gleichzeitig gab er bei einer Fachfirma die Reparatur der Heizung in Auftrag. Als ein Mitarbeiter der Versicherung den Schaden prüfen wollte, war die Heizung bereits instand gesetzt. Der Versicherer nahm Kontakt zu der Heizungsfirma auf, um die ausgetauschten Teile begutachten zu können, die Teile waren aber schon entsorgt. Daraufhin weigerte sich der Gebäudeversicherer, den Schaden von rund 3.500 Euro zu übernehmen. Der Versicherungskunde hätte mit der Reparatur warten müssen, bis der Versicherer sich ein Bild vom Schaden machen konnte. Nach Reparatur und Entsorgung der defekten Teile sei nicht mehr nachprüfbar, ob tatsächlich eine Überspannung im Stromnetz die Ursache gewesen sei.

Der Hausbesitzer klagte gegen den Versicherer auf Leistung, das Amtsgericht München wies ihn jedoch ab. Der Kläger habe klar gegen das Veränderungsverbot in den zugrunde liegenden Versicherungsbedingungen verstoßen. Danach dürfe er ohne vorherige Zustimmung des Gebäudeversicherers keine Änderungen vornehmen, die eine „einwandfreie Feststellung des Schadens erschweren“, heiße es im Versicherungsvertrag. Sofortmaßnahmen seien auf das Notwendigste zu beschränken, so das Gericht. Wenn möglich, sei sogar vor Notreparaturen die Genehmigung des Versicherers einzuholen. Auch wenn der Kläger die Warmwasserversorgung nach dem Schaden rasch wiederherstellen musste, hätte er zumindest die ausgetauschten Bauteile der Heizung aufbewahren müssen, um dem Gebäudeversicherer Gelegenheit zur Begutachtung des Schadens geben zu können. Gegen diese Regeln habe der Kläger verstoßen, der Versicherer ist deshalb von der Leistung frei.

Weitere Informationen unter:
www.fss-online.de/schnelleinstieg/wohngeb.asp

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