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+++ Waschanlagenbetreiber kann Haftung nicht ausschließen +++
18.06.2008

Wenn im Sommer das Geschäft brummt und zügig gearbeitet wird, kann es in Waschanlagen verstärkt zu Schäden kommen. Kratzer im Lack, abgebrochene Spiegel, Zierleisten oder Scheibenwischer sind ärgerlich, die Reparatur oft teuer.

Betreiber von Waschstraßen blocken gerne ab, wenn sie haften sollen und spekulieren darauf, dass der Geschädigte den teuren Gerichtsweg scheut. Als Fahrzeugbesitzer hat man im Streitfall vor Gericht gute Chancen, wenn man beweisen kann, dass der Schaden durch die Waschanlage und nicht durch einen groben Fehler des Fahrers verursacht wurde. Deutlich lesbare Benutzungshinweise muss man als Kunde in jedem Fall beachten. Auch wenn man vergisst, die Antenne abzuschrauben oder das Schiebedach zu schließen, ist man selbst schuld und kann bei möglichen Schäden keine Ansprüche geltend machen. Manche Waschstraßen-Betreiber versuchen allerdings, ihre Haftung in unzulässiger Weise einzuschränken. In ausgehängten Vertragsbedingungen heißt es manchmal: "Folgeschäden wie Nutzungsausfall und Wertminderung sind von der Haftung ausgenommen" oder "Der Schaden muss dem Betreiber sofort und vor Verlassen des Betriebsgeländes angezeigt werden".

Für gesetzliche Schadenersatzansprüche gibt es jedoch generell keine solchen Ausschlüsse – wer für einen Schaden verantwortlich ist, muss grundsätzlich haften. Weil man als Geschädigter im Streitfall beweispflichtig ist, sollte man im eigenen Interesse aber sofort beim Betreiber der Waschstraße reklamieren und sich mögliche Schäden schriftlich vom Betreiber oder von Zeugen bestätigen lassen.

Weitere Informationen unter: www.rechtsschutz-forum.de


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