35. Woche
Internetfinanzzeitung           ISSN: 1862 – 343            neutral - kompetent - unabhängig
23.08.2017
|  IMPRESSUM  |  KONTAKT  |  HOME  |
ARCHIV-SUCHE
LOGIN
Makler
Konsumenten

SERVICE
Formulare
Lexika
Ratgeber

VERGLEICHE

Versicherungen

Energie
Strom
Gas

Kommunikation
DSL
Handy
Internet
Telefon

Banken
Autokredit
Ratenkredit
Tagesgeld
Festgeld
Girokonto
Baugeld
Forward-Darlehen
Bundesschatzbriefe
Depotbank
Förderdarlehen

Reisen
Hotelsuche
Flugbuchung
Mietwagen




Anzeige:
 
Anzeige:
vergleichen entscheiden sparen
 
Anzeige:
Map-Report
NEWSAKTUELL


+++ Wenn am Hotelpool die Disco lärmt +++
25.06.2008

Jede Nacht Disco am Hotelpool – das muss man als Urlauber nicht hinnehmen. Bei dauernder und schwerwiegender Lärmbelästigung bis mitten in die Nacht kann man vom Reiseveranstalter Schadenersatz und Reisepreisminderung verlangen. Das zeigt eine Entscheidung des Amtsgerichts Köln vom 23. Mai 2008 (Az. 133 C 533/06).

Eine Familie mit zwei Kindern hatte sich auf einen vierzehntägigen Strandurlaub in Ägypten gefreut. Bereits am ersten Abend in der gebuchten Unterkunft stellte sich allerdings heraus, dass am nahe gelegenen Hotelpool allnächtlich bis fünf Uhr morgens gefeiert und in Discolautstärke Musik gespielt wurde. Wegen des Lärms bekamen die Urlauber selbst bei geschlossenen Fenstern und Benutzung von Ohrstöpseln zwischen 22 Uhr abends und 5 Uhr morgens kein Auge zu. Die umgehend zu Hilfe gerufene Reiseleitung vermochte während des gesamten Aufenthalts keine Abhilfe zu schaffen, weil alle anderen Hotelzimmer ausgebucht waren. Zuhause verklagten die enttäuschten Urlauber den Reiseveranstalter auf Reisepreisminderung und Schadenersatz.

Das Amtsgericht stellte sich klar auf die Seite der Kläger. Das Argument des beklagten Reiseveranstalters, Freiluft-Discotheken seien in südlichen Tourismusgebieten üblich und deshalb hinzunehmen, wies die zuständige Richterin zurück. Ruhiger und weitgehend ungestörter Schlaf sei gerade im Urlaub von besonderer Bedeutung. Eine Freiluft-Diskothek in unmittelbarer Nähe der Hotelzimmer sei eine permanente Störung der Nachtruhe und damit ein gravierender Reisemangel, so das Gericht. Der Reiseveranstalter muss den Urlaubern nun 60 Prozent des Reisepreises zurückzahlen und Schadenersatz in Höhe von 600 Euro leisten.

Weitere Informationen unter: www.rechtsschutz-forum.de

ZurückDruckenLeserbriefEmpfehlen

Bookmarken bei:
Internet Explorer Mozilla Firefox google.com Mister Wong Yahoo facebook Linkarena MySpace Twitter del.icio.us


+++ Copyright (c) 2006 +++
MONEY TIMES, die Internet- Finanzzeitung ist urheberrechtlich geschützt.
Es ist unzulässig, Inhalte ohne Redaktionszustimmung gewerbsmäßig zu nutzen, zu verändern und zu veröffentlichen.