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Haushaltshilfe: Wann zahlt die Kasse?
17.03.2004
Wenn Mama ins Krankenhaus muss, ist oft Holland in Not. Wer wäscht, kocht und versorgt die Kinder? Damit es nicht völlig drunter und drüber geht, können gesetzlich Versicherte bei ihrer Kasse eine Haushaltshilfe beantragen. Anspruch auf eine Haushaltshilfe hat, wer wegen Krankenhaus- oder Kuraufenthalt, Schwangerschaft oder Entbindung nicht imstande ist, seinen Haushalt selbst zu führen. Das muss natürlich durch ärztliches Attest nachgewiesen werden. Weitere Voraussetzung: im Haushalt muss mindestens ein Kind unter zwölf Jahren leben – bei behinderten Kindern gibt es keine Altersbegrenzung. Die Kasse zahlt außerdem nur, wenn kein anderes Haushaltsmitglied einspringen kann – wenn also der Ehemann berufstätig ist, die älteren Kinder in die Schule müssen oder wenn man allein erziehend ist. Die Regelung gilt natürlich nicht nur für Hausfrauen, sondern auch für Hausmänner. Meist helfen die Kassen konkret mit Adressen von Einrichtungen zur Familienhilfe weiter. Wielange Dauer und wie viele Stunden am Tag die Hilfe gewährt wird, hängt von der individuellen Familiensituation ab. Zehn Prozent der täglichen Kosten, maximal jedoch zehn und mindestens fünf Euro pro Tag, muss der oder die Versicherte selbst beisteuern. Üblicherweise rechnen die Krankenkassen direkt mit der beauftragten Hilfseinrichtung ab. Nimmt der Versicherte eine private Einrichtung in Anspruch, die nicht Vertragspartner der Kasse ist, leistet die Krankenkasse eine Kostenerstattung in ortsüblicher Höhe. Wenn Verwandte als Haushaltshilfe einspringen, kommt die Krankenkasse durchaus auch für Fahrtkosten und Auslagen wie etwa Verdienstausfall auf. Die dürfen aber nicht höher liegen als die Ausgaben für eine professionelle Hilfe. Tipp: viele Kassen finanzieren eine Haushaltshilfe auch dann, wenn anstatt eines stationären Krankenhausaufenthalts eine häusliche Pflege in Anspruch genommen wird.

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