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+++ Händler muss verpackte Ware nicht einzeln prüfen +++
06.08.2008

Ein Holzhändler, der fehlerhaftes Parkett in der Herstellerverpackung an einen Kunden verkauft, muss im Austausch zwar einwandfreie Ware liefern. Die Neuverlegung muss er jedoch nicht bezahlen, wenn er die Materialfehler an der verpackten Ware nicht erkennen konnte. Das zeigt eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 15. Juli 2008 (Az.: VIII ZR 211/07).

Ein Mann hatte im Handel Parkettholz gekauft, das Parkett ließ er von einer Fachfirma verlegen. Schon bald darauf löste sich der wertvolle Bodenbelag jedoch an vielen Stellen ab, Ursache war nachweislich ein Produktionsfehler im Parkettmaterial. Der Käufer verlangte daraufhin vom Holzhändler, fehlerfreie Ware zu liefern und zudem den Austausch vollständig zu bezahlen. Der Händler war zwar bereit neues, einwandfreies Parkett zu liefern und auch das fehlerhafte zu entfernen. Die teure Neuverlegung wollte er jedoch nicht übernehmen. Der Kunde klagte gegen den Holzhändler auf volle Kostenübernahme für den Austausch, der Bundesgerichtshof wies die Klage jedoch in letzter Instanz ab.

Der Verkäufer des Bodenbelags müsse dem Kläger zwar fehlerfreie Ware liefern, so die Bundesrichter. Die Kosten für die Neuverlegung bräuchte der Holzhändler aber nur dann tragen, wenn er die Materialfehler vor der Lieferung an den Kunden hätte erkennen müssen. Das sei hier nicht der Fall, denn der Händler habe das Parkett vom Hersteller in einer festen Schutzverpackung bekommen und in dieser Verpackung an den Endkunden weitergegeben. Der Holzhändler sei nicht verpflichtet gewesen, jedes einzelne Paket zu öffnen und genau auf mögliche Materialfehler zu prüfen. Der BGH wies die Klage des Geschädigten auf Kostenübernahme für die Neuverlegung deshalb ab.

Weitere Informationen unter: www.rechtsschutz-forum.de

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