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+++ Betriebskosten: Das darf der Vermieter umlegen +++
06.08.2008

Wenn die jährliche Betriebskostenabrechnung des Vermieters kommt, sollte man als Mieter wissen, was man zahlen muss und was nicht. Der Hauseigentümer darf längst nicht alle Kosten auf seine Mieter abwälzen – nur laufende, regelmäßig wiederkehrende Kosten der Immobilie darf er an die Mieter weitergeben.

Die eigenen Verwaltungskosten des Vermieters haben in der Abrechnung beispielsweise nichts zu suchen. Auch Aufwendungen für Sanierung und Instandhaltung darf der Vermieter nicht als Nebenkosten ansetzen. Nur an echten Modernisierungen, die den Wohnwert verbessern, darf er seine Mieter finanziell beteiligen. Jährlich 11 Prozent der für die Wohnung aufgewendeten Modernisierungskosten kann er dann auf den Mieter umlegen. Reparaturen an der Heizungsanlage muss der Vermieter immer selbst zahlen. Die Wartung der Heizung fällt allerdings unter die Betriebskosten, sie darf den Mietern anteilig berechnet werden. Das gleiche gilt für Grundsteuer, Straßenreinigung, Aufzug- und Hausstrom, Gebäudereinigung und Gartenpflege, Schornsteinfegergebühren, Sach- und Haftpflichtversicherungen fürs Gebäude und für den Hauswart (jedoch ohne seine Arbeit für Verwaltung und Instandsetzung).

Leerstehende Wohnungen müssen in Umlagen, die nach Quadratmetern berechnet werden, einbezogen werden. Kosten, die auf leer stehende Einheiten entfallen, trägt der Eigentümer. Wer an der Abrechnung des Vermieters zweifelt, hat das Recht, die erforderlichen Rechnungen einzusehen und zu prüfen. Bei Weigerung des Vermieters darf man die Nachzahlung solange zurückhalten, bis man Einsicht erhält.

Weitere Informationen unter: www.rechtsschutz-forum.de

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