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+++ Schadenersatz für verspäteten Telefonanschluss +++
13.08.2008

Wer als Versicherungsmakler sieben Wochen auf die Freischaltung seines geschäftlichen Telefonanschlusses wartet, hat Anspruch auf Schadenersatz gegen die Telefongesellschaft. Das zeigt eine Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main vom 11. Juni 2008 (Az. 3-13 O 61/06).

Ein Versicherungsmakler benachrichtigte seinen Telefonanbieter knapp drei Wochen vor einem Umzug per Fax über den bevorstehenden Wechsel der Büroräume. Der Telefonanschluss befinde sich im Souterrain der neuen Räumlichkeiten. Vier Wochen lang reagierte die Telefongesellschaft gar nicht. Eine Woche nach dem Einzug fragte sie schließlich schriftlich nach der genauen Lage der TAE-Buchse. Erst nach weiteren 17 Tagen erteilte der Telefonanbieter den notwendigen Umschaltungsauftrag beim Netzbetreiber Telekom AG. Bis die Leitung letztlich frei geschaltet wurde, vergingen weitere elf Tage, so dass der Versicherungsmakler im neuen Büro fünf Wochen lang ohne Festnetzanschluss war. Verärgert verklagte der Firmenkunde seine Telefongesellschaft auf Schadenersatz für entgangene Erträge in Höhe von knapp 14.000 Euro. Das Landgericht Frankfurt am Main gab dem Versicherungsmakler Recht.

Das Argument der Telefongesellschaft, sie habe den Anschluss erst schalten können, nachdem ihr die genaue Lage der Anschlussbuchse in den neuen Geschäftsräumen bekannt gewesen sei, akzeptierte das Gericht nicht. Laut Aussage des im Prozess herangezogenen Sachverständigen sei diese Information gar nicht erforderlich, um einen Telefonanschluss zu schalten. Dazu müsse die Telefongesellschaft lediglich die Anschrift kennen – diese Anschrift habe der Kläger aber rechtzeitig zwei Wochen vor dem Umzugstermin bekannt gegeben. Der Netzbetreiber Telekom AG habe für die Freischaltung nur elf Tage benötigt. Bei rechtzeitiger Bearbeitung durch den beklagten Telefonanbieter hätte die Leitung am Tag des Einzugs also frei geschaltet sein können. Die Telefongesellschaft muss dem Versicherungsmakler die entgangenen Erträge nun ersetzen.

Weitere Informationen unter: www.rechtsschutz-forum.de



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