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+++ Auch mit Wohneigentum vorsorgen +++
27.08.2008
Nur rund vier von zehn deutschen Haushalten leben in den eigenen vier Wänden. Eine viel zu geringe Quote, so sagen Experten, denn das eigene Haus oder die eigene Wohnung ist ein wichtiger Baustein der privaten Altersvorsorge – wer im Ruhestand keine Miete zahlen muss, hat später mehr Geld zum Leben zur Verfügung. Um immerhin rund 25 Prozent entlastet schuldenfreies Wohneigentum die Rente, so das Statistische Bundesamt.

Im internationalen Vergleich zeigt sich die Ursache für die niedrige Wohneigentumsquote: Bauen ist in Deutschland sehr teuer. Während ein Deutscher im Schnitt fünf bis sechs Jahresnettoeinkommen für ein Eigenheim aufwenden muss, investiert ein Brite drei bis viereinhalb Jahresgehälter, ein Amerikaner sogar nur zwei bis drei. Bauland wird von deutschen Städten und Gemeinden knapp gehalten. Ein Umdenken und eine ausreichende Bereitstellung von Baugrund sind notwendig, damit nicht immer weiter steigende Grundstückspreise Normalverdienern das Bauen unmöglich machen, das fordern Vorsorgefachleute. In den Niederlanden beispielsweise hat eine Vereinfachung des Baurechts und die Möglichkeit, mehr Grundstücke zu bebauen, in den vergangenen Jahren zu einem Bauboom geführt.

Auch die Finanzierung ist hierzulande schwierig. Mindestens 25 Prozent Eigenkapital verlangen die Banken in der Regel bei Baukrediten, oft wird zur Sicherung des Baukredits zusätzlich eine Lebens- oder Forderungsausfallversicherung verlangt. Positives Beispiel sind auch hier die holländischen Nachbarn. Garantiefonds springen dort ein, wenn im Fall einer Zwangsversteigerung der Erlös nicht ausreicht, um die aufgelaufenen Kreditschulden des zahlungsunfähigen Bauherrn auszugleichen. So ist in dort eine Fremdfinanzierung bis zu 100 Prozent möglich. Durch vergleichbare Gesetzesänderungen könnte es nach Ansicht vieler Experten auch für mehr Deutsche möglich werden, im eigenen Haus zu leben.

Weitere Informationen unter:
www.fss-online.de/schnelleinstieg/wohngeb.asp

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