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+++ Volle Reisepreiserstattung nach Beinaheabsturz +++
24.09.2008
Wenn es während des Rückflugs von einer ansonsten einwandfrei verlaufenen Pauschalreise beinahe zu einem Flugzeugabsturz kommt, können betroffene Urlauber den gesamten Reisepreis zurückverlangen, denn ein solches Ereignis macht den Erholungswert der gesamten Reise zunichte. Diese Entscheidung hat der Bundesgerichtshof kürzlich getroffen (Urteil vom 15. Juli 2008, Az. X ZR 93/07).

Ein Ehepaar hatte einen Pauschalurlaub in der Türkei verbracht. Bis zum Abreisetag verlief auch alles zur vollsten Zufriedenheit der Urlauber. Auf dem Rückflug von Antalya nach Köln/Bonn geriet der Airbus einer türkischen Fluggesellschaft jedoch so stark ins Trudeln, dass unter anderem Teile der Innenverkleidung abrissen und sich eine Tür fast geöffnet hätte, die nur mit großer Mühe vom Personal wieder verriegelt werden konnte. Das Flugzeug musste in Istanbul notlanden, die Urlauber wurden mit einer anderen Maschine heimgeflogen. Das Ehepaar verlangte vom Reiseveranstalter daraufhin Rückzahlung des vollen Reisepreises in Höhe von 1.100 Euro – man habe Todesangst ausgestanden, das unschöne Ereignis habe die Erholungswirkung der Reise vollständig zunichte gemacht. Der Veranstalter erstattete jedoch nur 280 Euro für die Rückreiseverzögerung wegen „technischer Probleme“.

Die Eheleute klagten gegen den Reiseveranstalter auf volle Rückzahlung der Reisekosten, der Bundesgerichtshof gab ihnen nun Recht. Sollte es sich tatsächlich um einen Beinaheabsturz gehandelt haben, müsse der Veranstalter den gesamten Betrag zurückzahlen, so der BGH. Bei besonderer Schwere könne auch ein Ereignis, das nur den letzten Urlaubstag betreffe, eine Rückforderung des gesamten Reisepreises rechtfertigen. Dies sei im Einzelfall zu prüfen. Der Bundesgerichtshof verwies den Fall deshalb an die Vorinstanz zurück. Dort sei zunächst zu klären, ob die Angaben der Kläger über die Schwere des Zwischenfalls tatsächlich zutreffen – in diesem Fall muss der beklagte Veranstalter den Reisepreis tatsächlich voll erstatten.

www.rechtsschutz-forum.de


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