27. Woche
Internetfinanzzeitung           ISSN: 1862 – 343            neutral - kompetent - unabhängig
26.06.2017
|  IMPRESSUM  |  KONTAKT  |  HOME  |
ARCHIV-SUCHE
LOGIN
Makler
Konsumenten

SERVICE
Formulare
Lexika
Ratgeber

VERGLEICHE

Versicherungen

Energie
Strom
Gas

Kommunikation
DSL
Handy
Internet
Telefon

Banken
Autokredit
Ratenkredit
Tagesgeld
Festgeld
Girokonto
Baugeld
Forward-Darlehen
Bundesschatzbriefe
Depotbank
Förderdarlehen

Reisen
Hotelsuche
Flugbuchung
Mietwagen




Anzeige:
 
Anzeige:
vergleichen entscheiden sparen
 
Anzeige:
Map-Report
NEWSAKTUELL


+++ Vorfälligkeitsgebühr auch bei verweigertem Zweitkredit +++
24.09.2008
Wenn eine Bank sich weigert, zusätzlich zu einem laufenden Darlehen weiteren Kredit zu gewähren, berechtigt das den Kunden nicht, den bestehenden Kreditvertrag ohne Zahlung der vereinbarten Vorfälligkeitsentschädigung außerordentlich zu kündigen. Diese Entscheidung hat das Amtsgericht München getroffen (Az. AZ 231 C 17158/07).

Eine Bankkundin hatte einen Kredit über 650.000 Euro aufgenommen, die fälligen Raten zahlte sie auch vereinbarungsgemäß zurück. Rund drei Jahre vor der vollständigen Tilgung des ersten Darlehens bat sie bei der gleichen Bank um einen weiteren Kredit in Höhe von 400.000 Euro. Diesmal wurde ihr Darlehensantrag abgelehnt. Die verärgerte Kundin lieh daraufhin Geld bei einem anderen Kreditinstitut, kündigte den bestehenden Kreditvertrag und zahlte die noch ausstehende Darlehensschuld in einem Betrag zurück. Wie in den Vertragsbedingungen geregelt verlangte die Bank für die frühzeitige Kündigung zusätzlich eine Vorfälligkeitsentschädigung von 3.886 Euro. Die Kundin zahlte die Vorfälligkeitsgebühr – allerdings unter Vorbehalt. Später klagte Sie gegen die Bank auf Rückerstattung der 3.886 Euro. Die Ablehnung des zweiten Kreditvertrags sei ein wichtiger Grund für die Kündigung des ersten Darlehens, so ihr Argument. Schließlich sei sie gezwungen gewesen, den erneuten Kredit bei einer anderen Bank aufzunehmen. Bei einer Kreditkündigung aus wichtigem Grund dürfe die Bank aber keine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen.

Ihre Klage auf Rückzahlung der 3.886 Euro wurde vom Amtsgericht München jedoch abgewiesen. Ein Fehlverhalten der Bank sei im verhandelten Fall nicht ersichtlich, so die zuständige Richterin. Die Bank habe sich bei Abschluss des ersten Kreditvertrags nicht erkennbar dazu verpflichtet, später noch weitere Darlehen zu gewähren. Die einseitige Erwartungshaltung der Klägerin spiele für die rechtliche Beurteilung des Sachverhalts keine Rolle, der Bank könne keine Vertragsverletzung angelastet werden. Die Nichtgewährung eines weiteren Kredits stehe der beklagten Bank frei und betreffe in keiner Weise den ersten Darlehensvertrag. Das Verhalten des Kreditinstituts sei korrekt gewesen und berechtige die Klägerin nicht zur außerordentlichen Kündigung des Kreditvertrags. Die beklagte Bank braucht die kassierte Vorfälligkeitsentschädigung deshalb nicht zurückerstatten.

www.fss-online.de/Schnelleinstieg/Banken_ratenkredite.asp


ZurückDruckenLeserbriefEmpfehlen

Bookmarken bei:
Internet Explorer Mozilla Firefox google.com Mister Wong Yahoo facebook Linkarena MySpace Twitter del.icio.us


+++ Copyright (c) 2006 +++
MONEY TIMES, die Internet- Finanzzeitung ist urheberrechtlich geschützt.
Es ist unzulässig, Inhalte ohne Redaktionszustimmung gewerbsmäßig zu nutzen, zu verändern und zu veröffentlichen.