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+++ Tagesgeld bringt attraktive Zinsen +++
15.10.2008
Die Zinsen für Tagesgeld sind hoch wie seit Jahren nicht mehr. Rund 4,7 Prozent Zinsen gibt es zurzeit für Tagesgeldkonten, Neukunden bekommen oft sogar 5 Prozent und mehr. Tagesgeldanlagen bei deutschen Kreditinstituten sind über das gesetzliche Einlagensicherungssystem selbst bei Konkurs der Bank mit 90 Prozent der Anlagesumme von bis zu 20.000 Euro geschützt. Die zusätzliche freiwillige Einlagesicherung der deutschen Banken und Sparkassen ist noch deutlich höher. Experten raten zurzeit, Tagesgeldkonten bevorzugt bei inländischen Kreditinstituten abzuschließen. Ausländische Banken unterliegen oft der Einlagensicherung im Heimatland – im Ernstfall müsste man seine Forderung dann zum Beispiel in Island oder der Türkei geltend machen.

Über das Geld auf einem Tagesgeldkonto kann man täglich verfügen, eine Kündigungsfrist wie bei Sparbüchern gibt es nicht. Für Überweisungen oder Lastschriften lässt sich ein Tagesgeldkonto aber nicht nutzen, denn anders als ein Girokonto dient es ausschließlich der Geldanlage. Tagesgeldzinsen werden nur für einen bestimmten Zeitraum garantiert, nach Ablauf dieser Frist kann der Anbieter den Zins ändern. Experten raten deshalb, sich für Tagesgeldprodukte mit einer Zinsgarantie von mindestens sechs Monaten zu entscheiden. Wenn die Bank ihre Tagesgeldzinsen nach Ablauf der Bindungsfrist nach unten anpasst, ist es meist vorteilhaft, das Tagesgeld zu kündigen und zu einem besseren Anbieter zu wechseln. Die Zinsen ändern sich oft mit der Höhe der Einlagen. Für Anlagen über 20.000 oder 30.000 Euro verringern viele Tagesgeldanbieter den Guthabenzins deutlich.

Besonders attraktive Tagesgeldzinsen gibt es bei Direktbanken – der Kunde führt das Konto ausschließlich online oder am Telefon, die eingesparten Verwaltungskosten gibt die Bank in Form hoher Zinsen an ihn weiter. Die besten Zinsen bieten zurzeit ausländische Kreditinstitute, häufig ist dort aber die Anlagesicherung zweifelhaft. Ob eine ausländische Bank sich dem freiwilligen Einlagensicherungsfond der deutschen Institute angeschlossen hat, der im Konkursfall vollständige Deckung garantiert, kann man unter 030/1663-0 beim Bankenverband abfragen.




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