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+++ Reiserücktrittsversicherung gilt nicht autom. für Verlobten +++
21.10.2008
Wenn eine Reiserücktrittspolice den Lebenspartner des Versicherungsnehmers ausdrücklich nur dann einschließt, wenn beide in häuslicher Gemeinschaft leben, braucht die Versicherung nicht für den Rücktritt des Verlobten zahlen, solange dieser noch eine eigene Wohnung unterhält. Das zeigt eine Entscheidung des Amtsgerichts München (Az: 274 C 35174/07).

Eine Frau hatte zusammen mit einer vierzehntägigen Reise nach Korfu, die sie für sich und ihren Verlobten gebucht hatte, eine Reiserücktrittsversicherung abgeschlossen. Laut Vertragsbedingungen sollte der Versicherer für die Stornierungskosten aufkommen, wenn eine der im Vertrag bezeichneten Personen die Reise aus wichtigem Grund absagen muss. In den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Reiserücktrittspolice waren als versicherte Personen ausdrücklich der Vertragspartner selbst, sein Ehepartner, der eingetragene Lebenspartner, der in häuslicher Gemeinschaft wohnende Lebensgefährte und die Kinder des Versicherten aufgeführt. Als der Bruder des Verlobten in der Nacht vor dem Reiseantritt verstarb, sagte die Frau die Reise ab. Vom Rücktrittsversicherer verlangte sie Ersatz der anfallenden Stornierungsgebühren. Der Reiserücktrittsversicherer wollte jedoch nicht zahlen. Sein Argument: Der Verlobte unterhalte noch eigene Wohnung, er lebe nicht in häuslicher Gemeinschaft mit der Frau und sei deshalb nicht der in den Vertragsbedingungen klar umgrenzten Gruppe der versicherten Personen zuzuordnen.

Die Frau verklagte den Reiserücktrittsversicherer auf Erstattung ihrer Stornierungskosten von 1.088 Euro. Das Amtsgericht München wies ihre Klage jedoch ab. In den Allgemeinen Versicherungsbedingungen seien die mitversicherten Personen abschließend aufgezählt, so das Gericht. Diese Aufzählung lege eindeutig fest, wer zum den mitversicherten Personen gehöre. Rechtlich sei damit klar, für wen die Reiserücktrittsversicherung einstehen müsse – jedenfalls nicht für einen Lebensgefährten, der nicht in gemeinsamer Wohnung mit der Klägerin lebe. Der Kreis der versicherten Mitreisenden könne auch nicht einfach durch Auslegung der Vertragsbedingungen erweitert werden. Die Klägerin bleibt nun auf den Stornierungskosten in Höhe des vollen Reisepreises sitzen, die ihr der Reiseveranstalter berechnet hatte.

Weitere Informationen unter:
www.fss-online.de/Schnelleinstieg/PKV_Aus_reiseversicherung.asp




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