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+++ Architekt haftet für Wasserschaden +++
29.10.2008
Wer als Architekt die Aufsicht über ein Bauvorhaben übernimmt, hat Baumaßnahmen mit erhöhtem Mängelrisiko besonders sorgfältig zu überwachen. Wenn er seine Bauaufsichtspflicht nicht ausreichend wahrnimmt, muss er auch für hohe Folgeschäden haften. Das zeigt eine Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart (Az. 5 U 22/08).

Der Käufer einer Dachgeschosswohnung in einer neu gebauten Wohnanlage stellte einige Jahre nach der Fertigstellung Feuchtigkeitsschäden in seiner Wohnung fest. Ein Sachverständiger untersuchte den Bau und fand die Ursache in nicht korrekt abgedichteten Wasserabläufen der zugehörigen Dachterrasse. Die Sanierung durch eine Fachfirma kostete den Wohnungseigentümer rund 25.000 Euro. Diesen Betrag forderte er von dem verantwortlichen Architekten zurück, der die Errichtung der Wohnanlage beaufsichtigt hatte. Der Architekt meinte, er habe den Bau in regelmäßigen Abständen kontrolliert und damit seine Aufsichtspflicht ausreichend erfüllt. Die Ausführung des Wasserablaufs der Dachterrasse sei eine übliche Bauarbeit ohne besondere Schwierigkeiten gewesen. Daher habe er sich auf die ausführende Firma verlassen dürfen, ohne jeden Arbeitsschritt einzeln überprüfen zu müssen.

Der Wohnungseigentümer klagte gegen den Architekten auf Übernahme der Sanierungskosten, das Stuttgarter Oberlandesgericht gab dem Kläger Recht. Bei wichtigen oder kritischen Baumaßnahmen mit höherem Mängelrisiko sei der mit der Bauaufsicht Beauftragte zu erhöhter Aufmerksamkeit und zu einer intensiveren Kontrolle verpflichtet, so das Gericht. Die Abdichtung von Balkonen sei erfahrungsgemäß besonders gefahrenträchtig. Diese Arbeit müsse besonders sorgfältig überwacht werden, ein Bauleiter dürfe hier nicht allein auf die Handwerker vertrauen. Der Architekt habe die Abdichtarbeiten jedoch nicht geprüft, am Tag der Ausführung war er nicht einmal auf der Baustelle gewesen. Dadurch habe er klar gegen seine Bauaufsichtspflicht verstoßen. Das beklagte Architekturbüro muss dem Kläger die Sanierungskosten nun voll ersetzen.

www.fss-online.de/schnelleinstieg/phv.asp

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