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+++ Bei Onlinebuchung genau aufs Flugziel achten +++
05.11.2008
Wer online versehentlich falsche Flugtickets bucht, kann vom Betreiber des Buchungsportals keinen Schadenersatz verlangen. Der Portalbetreiber erfüllt seine Informationspflicht ausreichend, wenn er in der Buchungsbestätigung den Zielflughafen samt Kürzel nennt. Das zeigt eine aktuelle Entscheidung des Landgerichts München I (Az. 34 O 1300/08).

Ein Mann aus Süddeutschland hatte bei einem Onlinereisebüro für sich und seine Familie vier Flugtickets nach San Jose gebucht. Statt dem geplanten Reiseziel – San Jose in Kalifornien, USA – klickte er auf der Buchungswebsite aus Versehen den Zielflughafen San José in Costa Rica an. Er bemerkte seinen Irrtum erst am Flughafen. Eine kurzfristige Umbuchung war nicht mehr möglich. Um mit der Familie wie gewünscht nach Kalifornien zu kommen, musste er für gut 9.000 Euro vier neue Flugscheine kaufen. Vom Onlinereisebüro forderte er nach der Reise Schadenersatz. Er hätte in der Buchungsbestätigung oder spätestens in der Rechnung ausdrücklich darüber informiert werden müssen, dass er Flugscheine nach San José in mittelamerikanischen Costa Rica bestellt habe. Die Buchungsbestätigung habe als Zielflughafen aber nur „San Jose (SJO)“ ausgewiesen. Als Laie habe er nicht wissen können, dass es sich hier nicht um San Jose in Kalifornien handelt.

Das Landgericht München I wies seine Schadenersatzklage gegen das Onlinereisebüro ab. Das Reisebüro habe den Kläger nicht ausführlich über das gewählte Reiseziel und die Unterschiede zwischen San Jose in Kalifornien und San José in Costa Rica hinweisen müssen. In der Urteilsbegründung heißt es wörtlich: "Der Kläger lässt sich durch die Nutzung des Internetportals (…) bewusst auf die Möglichkeiten und Vorteile und damit aber auch auf die Risiken einer Buchung im Internet ein. Zu den Risiken einer Buchung über Internet gehört, dass sich der Kunde bei der Auswahl verschiedener Möglichkeiten versehentlich verklicken kann.“ Eine Pflichtverletzung durch das Reisebüro konnte das Gericht nicht erkennen, der Kläger bleibt nun auf seinen Mehrkosten sitzen.

www.rechtsschutz-forum.de/Schnelleinstieg/recht_privat.asp

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