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+++ Berater muss ungefragt aufklären +++
26.11.2008
Finanzberater müssen ihre Kunden von sich aus über wesentliche Eigenschaften der empfohlenen Anlageprodukte informieren. Wer „atypische stille Beteiligungen“ anbietet, muss ausdrücklich darauf hinweisen, dass solche Werte nicht an der Börse gehandelt werden und vom Inhaber kaum vor Ende der Laufzeit verkauft werden können. Das folgt aus einer Entscheidung des Landgerichts Köln (Az. 22 O 276/07).

Ein Finanzvermittler hatte einem Kunden geraten, seine Kapitallebensversicherung vorzeitig zu kündigen und rund 21.900 Euro als „atypisch stille Beteiligung“ in eine Immobilienverwaltungsgesellschaft einzubringen, in deren Auftrag der Finanzberater tätig war. Der Kunde folgte der Empfehlung, löste seine Lebensversicherung auf und zeichnete die stille Beteiligung. Als er vom hohen Risiko der Neuanlage und den sehr eingeschränkten Möglichkeiten erfuhr, die Anlage vor Ablauf der Vertragslaufzeit zu verkaufen und zu Geld zu machen, widerrief er seine Beteiligung an der Immobilienanlage nach knapp zwei Jahren. Der Finanzberater habe ihn nicht ausreichend über die Eigenschaften der Neuanlage informiert und ihn nicht korrekt über sein Rücktrittsrecht aufgeklärt. Außerdem habe der Berater ihm keinen Emissionsprospekt ausgehändigt. Vor Gericht forderte der Anleger die gezahlten 21.900 Euro von der Immobiliengesellschaft zurück.

Das Landgericht Köln gab dem Kläger Recht. Der Anleger sei unzutreffend informiert worden, denn er wurde nicht über die eingeschränkten Möglichkeiten aufgeklärt, die stille Beteiligung vor Ende der Laufzeit zu verkaufen. Darüber hätte ihn der Berater auch ohne ausdrückliche Nachfrage informieren müssen, denn dieser Umstand sei für die Investmententscheidung eines durchschnittlichen Anlegers von erheblicher Bedeutung. Die Pflichtverletzung ihres Vermittlers müsse sich die Immobiliengesellschaft zurechnen lassen. Weil der Kläger keine Möglichkeit hatte, den Anlageprospekt vor der Vertragsunterschrift in Ruhe zu studieren, könne sich die Anlagefirma auch nicht auf entsprechende Risikohinweise im Prospekt berufen. Der schlecht beratene Kläger bekommt sein Geld nun vollständig zurück.


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