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+++ Sonnenstich ist kein Unfall +++
10.12.2008
Jetzt im Winter fliegen Viele in den Süden. Wer einen Sonnenstich erleidet, stürzt und sich verletzt, hat keinen Anspruch auf Leistungen seiner privaten Unfallversicherung. Ein solcher Sturz ist kein Unfall im Sinne des Versicherungsvertrags, denn es fehlt an einem plötzlichen, von außen einwirkenden Ereignis. Das hat in letzter Instanz der Bundesgerichtshof entschieden (Az. IV ZR 219/07).

Eine Urlauberin aus dem Rheinland war am Hotelstrand im Schatten des Sonnenschirms eingeschlafen. Der Schatten wanderte, so dass die Frau schließlich in der prallen Sonne liegend aufwachte. Als sie aufstand, wurde ihr schwindelig. Sie stürzte, schlug mit dem Kopf auf eine Betonkante und verletzte sich schwer. Später verlangte die Frau Leistungen von ihrer privaten Unfallversicherung in Höhe von rund 265.000 Euro. Der Versicherer wollte jedoch nicht zahlen. Zur Begründung verwies er auf die Vertragsbedingungen, nach denen Unfälle durch Geistes- oder Bewusstseinsstörungen nicht unter den Versicherungsschutz fallen. Die Verletzte klagte gegen den Unfallversicherer, ihre Klage wurde in höchster Instanz jedoch abgewiesen.

Unfall im Sinne der Versicherungsbedingungen ist ein von außen plötzlich auf den Körper einwirkendes Ereignis, so der vierte Zivilsenat des Bundesgerichtshofs. Das Einschlafen in der Sonne sei jedoch kein von außen einwirkender, sondern vielmehr ein innerer Vorgang und damit nicht versichert. Ein Unfall hätte höchstens vorgelegen, wenn die Klägerin durch ein äußeres Ereignis in ihrer Bewegungsfreiheit so stark beeinträchtigt worden wäre, dass sie der Hitzeeinwirkung hilflos ausgeliefert gewesen wäre. Dies sei aber nicht der Fall gewesen. Die Klägerin hat daher keinen Anspruch gegen ihren Unfallversicherer.

www.fss-online.de/schnelleinstieg/sp_unfall.asp

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