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+++ Kündigung nach häufiger Verspätung +++
11.02.2009
Wer häufig zu spät zur Arbeit kommt, muss mit Entlassung rechnen – er kann sich nicht darauf berufen, dass ein Medikament ihn müde gemacht oder seine Frau ihn nicht geweckt hat. Das hat das Landesarbeitsgericht Köln entschieden (A: 5 Sa 746/08).

Ein Produktionsmitarbeiter in der Lebensmittelindustrie kam mehrfach um Stunden verspätet zur Schicht. Sein Arbeitgeber ermahnte ihn schriftlich. Nach einer erneuten Verspätung kam es zum Personalgespräch, der Arbeitgeber bot Hilfe bei persönlichen Problemen an. Danach kam der Ermahnte zwar eine Weile pünktlich, nach einigen Monaten verspätete er sich aber wieder regelmäßig. Nach zwei erfolglosen Abmahnungen hatte der Arbeitgeber genug und kündigte dem Angestellten fristgerecht.

Der Entlassene klagte und forderte Weiterbeschäftigung und Entfernung der Abmahnungen aus seiner Personalakte. Er habe alles versucht, um pünktlich zu sein – er habe den Wecker gestellt, seine Frau gebeten, ihn zu wecken und zusätzlich seine Schwiegermutter beauftragt, vor Schichtbeginn anzurufen. An den fraglichen Tagen habe ihn ein Medikament gegen arbeitsbedingte Rückenschmerzen müde gemacht, Frau und Schwiegermutter hätten ebenfalls verschlafen.

Dieser Argumentation wollten die Richter nicht folgen. Häufige mehrstündige Verspätungen seien in jedem Fall ein Kündigungsgrund, so das Landesarbeitsgericht Köln. Durch das Kritikgespräch und die Abmahnungen habe der Arbeitgeber seiner Hinweis- und Warnpflicht Genüge getan. Der Arbeitnehmer sei selbst dafür verantwortlich, pünktlich zur Arbeit zu erscheinen. Es spiele keine Rolle, ob seine Frau oder Schwiegermutter ihn wecken oder nicht. Wegen der Nebenwirkungen des Medikaments hätte er einen Arzt ansprechen oder das Hilfsangebot des Arbeitgebers annehmen können. Die Kündigung ist nun rechtswirksam, eine Revision ließ das Gericht nicht zu.

www.forum-berufsunfaehigkeit.de/Schnelleinstieg/Kapital_Lv_Buz.asp

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