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+++ Konto wirklich kostenlos? +++
04.03.2009
Die „kostenlosen“ Girokonten, mit denen viele Kreditinstitute heute werben, sind oft nicht wirklich gratis. Muss man beispielsweise statt einer Grundgebühr einen Mindestkontostand von 4.000 Euro halten, damit das Girokonto wirklich kostenfrei ist, kommt der Zinsverlust für das tote Kapital praktisch einer Kontoführungsgebühr gleich. Könnte man mit den 4.000 Euro alternativ 3 Prozent Zinsen erwirtschaften, brächte das Geld einen Ertrag von immerhin 120 Euro. Viele kostenpflichtige Girokonten sind da preiswerter.

Wer ein günstiges Girokonto sucht, sollte zunächst wissen, wie viele Buchungen er monatlich braucht. Für Vielbucher gibt es Kontenmodelle mit höherem Grundpreis, dafür einer großen Zahl kostenfreier Buchungsposten. Wenignutzer wählen besser einen Tarif mit niedrigem Grundpreis und weniger Freibuchungen. Bei darüber hinaus gehenden kostenpflichtigen Buchungen spart man meist, wenn man sie per Onlinebanking oder am Kundenterminal in der Filiale vornimmt, statt den ausgefüllten Vordruck am Schalter abzugeben.

Online-Banken oder Institute mit dünnem Filialnetz bieten zwar oft Konten zu sehr günstigen Konditionen. Wer aber regelmäßig Bargeld braucht, ist schlecht bedient, wenn er für Verfügungen an Automaten anderer Banken extra zahlen muss. Deshalb darauf achten, dass die Möglichkeit gegeben ist, am Wohnort gebührenfrei an Bargeld zu kommen. Die kostenlose EC-/Maestro-Karte ist mittlerweile Standard. Sie reicht auch fürs Bezahlen im europäischen Ausland. Wer weltweit unterwegs ist, weiß allerdings die Vorteile einer echten Kreditkarte zu schätzen, die aber nicht immer zum Grundpaket gehört.


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