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+++ Berater muss über Provision informieren +++
06.05.2009
Bevor ein Bankberater seinem Kunden einen geschlossenen Fonds verkauft, muss er ausdrücklich darauf hinweisen, welche Provision er für den Abschluss erhält. Der Bundesgerichtshof gab jetzt dem Käufer eines Medienfonds recht, der seine Bank auf Schadenersatz verklagt hatte (Beschluss vom 20. Januar 2009, Az. XI ZR 510/07).

Ein Mann hatte für 50.000 Euro Anteile an einem Medienfonds gekauft, den ihm ein Berater seiner Hausbank empfohlen hatte. Als der Fonds stark im Wert fiel, verkaufte der Kunde, für seine Anteile bekam er nur noch 11.350 Euro. Vor Gericht forderte er den Verlust als Schadenersatz von der Bank zurück. Man habe ihm Beratungsgespräch verschwiegen, dass allein rund acht Prozent der Anlagesumme als Verkaufsprovision an die Bank fließen. Wer sich als objektiver Berater ausgebe, aber hohe Provisionen zu Lasten des Kunden kassiere, müssen dafür haften, dass er diesen Sachverhalt verschweigt, so der Anwalt des Klägers. Der Bundesgerichtshof gab dem Kläger nun Recht.

Die Provision habe dem Vermittler einen hohen Anreiz geboten, genau diesen Fonds zu verkaufen, so der BGH. Der Anleger hätte auch ohne ausdrückliche Nachfrage über die Höhe der Provision informiert werden müssen, um beurteilen zu können, ob der Bankberater ihm den Medienfonds nur wegen seines eigenen finanziellen Vorteils empfiehlt. Der Fondskauf müsse deshalb rückabgewickelt werden, dem Kläger stehe Schadenersatz zu. Der BGH wies den Fall wurde zur Neuverhandlung an die Vorinstanz zurück, die noch zugunsten der Bank entschieden und die Schadenersatzforderung abgelehnt hatte. Tipp: Beratungsfehler bei Wertpapiergeschäften verjähren drei Jahre nach Vertragsabschluss – wer Opfer einer Fehlberatung wird, muss Schadenersatzansprüche innerhalb dieser Frist gerichtlich geltend machen.



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