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+++ Kein Regress für Motorsportverletzung +++
20.05.2009
Die eigene Krankenkasse muss die Kosten zahlen, wenn man bei einer gefährlichen Sportart von einem anderen Teilnehmer verletzt wird. Sie kann die Behandlungskosten nicht vom Schädiger zurückfordern, solange der Unfall im Rahmen des sportart-typischen Risikos bleibt. Das gilt für das Training genauso wie für den Wettkampf, so hat der Bundesgerichtshof jetzt entschieden (Az. VI ZR 86/08).

Ein Motocross-Hobbysportler trainierte auf einem Vereinsgelände, als anderer Motorradfahrer versuchte, ihn trotz Gedränge auf der Piste mit deutlich höherer Geschwindigkeit zu überholen. Die Maschinen berührten sich, der Überholte stürzte schwer und musste stationär behandelt werden. Die gesetzliche Krankenversicherung des Unfallopfers forderte hohe Behandlungskosten vom Verursacher zurück. Er habe den Unfall durch sein Überholmanöver grob fahrlässig verschuldet, deshalb müsse er auch für die finanziellen Folgen aufkommen. Der Rechtsstreit zog sich bis vor den Bundesgerichtshof, der jetzt zugunsten des Unfallverursachers entschied und die Forderung der Krankenkasse zurückwies.

Teilnehmer an Sportwettbewerben mit hohem Gefahrenpotenzial haften nur für vorsätzliches Handeln und bei schweren Regelverstößen – das gelte nicht nur für den Wettbewerb selbst, sondern auch für das Training, so der BGH. Wegen des sportlichen Vergnügens und der Freude am Risiko nähmen Motocross-Fahrer die typischen Gefahren bewusst in Kauf. Wer die Regeln nicht nennenswert verletze und einen Unfall nur im Rahmen der typischen Risikolage dieser Sportart verursache, dürfe darauf vertrauen, nicht für den Schaden haften zu müssen. Im vorliegenden Fall hatten alle Beteiligten vor dem Training sogar ausdrücklich eine Haftungsverzichtserklärung unterschrieben.

www.forum-pkv.de

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