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+++ Unfall durch Fehltritt? +++
20.05.2009
Bandscheibenvorfälle sind in privaten Unfallpolicen nur mitversichert, wenn sie direkt durch einen Unfall verursacht werden – im Zweifel gibt es oft Streit zwischen Versicherern und Kunden. Ein versicherter Unfall liegt jedenfalls dann vor, wenn man mit einer schweren Last auf den Schultern über eine Kante stolpert und sich den Rücken verdreht. Das hat der Bundesgerichtshof jetzt entschieden (Az. IV ZR 6/08).

Ein selbstständiger Maurer trug einen 40 Kg schweren Zementsack auf den Schultern. Als er einem entgegenkommenden Bauarbeiter ausweichen wollte, strauchelte er an einer Wegkante, verdrehte den Rücken und zog sich einen Bandscheibenvorfall zu. Trotz stationärer Behandlung und Operation wurde der Mann nicht wieder arbeitsfähig, von seinem privaten Unfallversicherer verlangte er die vereinbarte hohe Invaliditätsleistung. Der Unfallversicherer winkte ab und verwies auf die Vertragsbedingungen, nach denen Bandscheibenschäden vom Versicherungsschutz ausgeschlossen seien, soweit sie nicht direkt durch einen Unfall verursacht werden. Ein Unfall im Sinne der Versicherungsbedingungen sei aber nur anzunehmen, wenn die versicherte Person durch ein plötzlich von außen auf ihren Körper wirkendes Ereignis verletzt werde. Das treffe auf den Bandscheibenschaden des Mannes nicht zu. Der Maurer klagte gegen den Unfallversicherer, der Bundesgerichtshof stellte sich grundsätzlich auf die Seite des Klägers.

Jedes unfreiwillige und nicht beherrschbare Geschehen, bei dem ein Mensch zu Schaden kommt, sei ein Unfall, so der BGH. Der Kläger habe seine Eigenbewegung nicht mehr gezielt steuern können, als er mit der schweren Last stolperte und sich den Rücken verdrehte. Das Stolpern über die unerwartet hohe Kante sei durchaus als äußere Einwirkung im Sinne der Versicherungsbedingungen zu werten, die Verletzung des Klägers sei folglich ein versicherter Unfall. Allerdings bestünden Zweifel an der vom Kläger behaupteten Invalidität von 80 Prozent – vom Versicherer beauftragte Detektive hatten beobachtet, dass der Mann mittlerweile wieder Auto fuhr, im Garten arbeitete und handwerkliche Dienstleistungen anbot. Der BGH wies den Fall deshalb zur Nachprüfung der Invalidität an die Vorinstanz zurück.

www.fss-online.de/schnelleinstieg/sp_unfall.asp

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