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+++ Schadenersatz für Kirschkern im Kuchen? +++
10.06.2009
Wem ist das noch nicht passiert? Man beißt herzhaft in ein Stück Kirschkuchen – direkt auf einen Kern. Die Bäckerei, in der man das Gebäck gekauft hat, ist dafür nicht haftbar, selbst wenn man sich einen Zahn abbricht. Das hat nach einem Rechtsstreit durch alle Instanzen nun der Bundesgerichtshof entschieden (Az. VI ZR 176/08).

Ein Kunde hatte in einer Bäckerei einen „Kirschtaler“ gekauft. Beim Verzehr des Gebäckstücks biss er so heftig auf einen Obstkern, dass ein Eckzahn abbrach. Vom Bäcker verlangte der Mann später Schadenersatz in Höhe des Eigenanteils, den er für die erforderliche Zahnbehandlung aufbringen musste, außerdem ein angemessenes Schmerzensgeld. Als Bäckereikunde dürfe man sich schließlich darauf verlassen, dass Kaffeeteilchen frei von Kernen sind, so seine Begründung. Der Kirschtaler sei fehlerhaft gewesen, der Bäcker müsse für den Schaden aufkommen. Der Bundesgerichtshof stellte sich allerdings auf die Seite der Bäckerei und wies die Schadenersatzforderung des Klägers in letzter Instanz ab.

Nach dem Produkthaftungsrecht sei eine Ware nur dann fehlerhaft, wenn sie nicht die Sicherheit bietet, die unter Berücksichtigung aller Umstände erwartet werden kann, so der BGH. Der Kläger habe wissen müssen, dass Kirschen Steine enthalten – deshalb durfte er nicht davon ausgehen, dass das Backwerk keinerlei Kerne enthält. Dies sei höchstens berechtigt, wenn der Verkäufer ausdrücklich den Eindruck erweckt, dass in dem Gebäck ausschließlich entsteinte Früchte enthalten sind. Der Biss auf einen sei Obstkern nicht so gefährlich, dass der Bäcker Kirschkerne um jeden Preis und mit jedem erdenklichen Aufwand vermeiden müsse. Es sei für eine Bäckerei nicht zumutbar, jede einzelne Kirsche auf einen möglicherweise noch vorhandenen Kern zu untersuchen, so der Bundesgerichtshof.

www.rechtsschutz-forum.de

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