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+++ Kein Mann im Mädcheninternat +++
24.06.2009
Stellenbewerber dürfen nicht wegen ihres Geschlechts benachteiligt werden – es sei denn, das Geschlecht des Bewerbers stellt eine „wesentliche und entscheidende berufliche Anforderung“ für die auszuübende Tätigkeit dar, so heißt es im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz. Erlaubt ist zum Beispiel, dass für ein Mädcheninternat nur weibliche Betreuungskräfte eingestellt werden, das hat das Bundesarbeitsgericht jetzt entschieden (Az. 8 AZR 536/08).

Der Träger einer Mädchenschule mit angeschlossenem Internat hatte in einer Stellenanzeige eine Sozialpädagogin oder Erzieherin für die Betreuung der Schülerinnen gesucht. Darauf hatte sich auch ein männlicher Sozialpädagoge beworben. Er wurde jedoch mit der Begründung abgelehnt, die Tätigkeit umfasse auch Nachtdienste, die Arbeit sei deshalb nur für Frauen geeignet. Der abgewiesene Bewerber fühlte sich unzulässigerweise aufgrund seines Geschlechts diskriminiert und verklagte den Internatsträger auf Zahlung von Schadenersatz wegen Verstoßes gegen das gesetzliche Benachteiligungsverbot. Das Bundesarbeitsgericht wies den Kläger jedoch ab.

Im vorliegenden Fall habe er Internatsträger den männlichen Bewerber zu Recht abgelehnt, so das Gericht. Sind in der ausgeschriebenen Tätigkeit ausschließlich Mädchen zu betreuen, könne der für die Sicherheit seiner minderjährigen Schützlinge verantwortliche Arbeitgeber den Bewerberkreis durchaus auf weibliche Personen beschränken. Auch den Einwand des Klägers, man müsse ihn ja nicht für die Nachtdienste einteilen, wies das Gericht zurück. Ein Arbeitgeber könne grundsätzlich selbst entscheiden, welche Arbeiten auf einem bestimmten Arbeitsplatz zu verrichten sind, so das Bundesarbeitsgericht in der Urteilsbegründung.

www.forum-berufsunfaehigkeit.de

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