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NEWSAKTUELL


+++ Verschiedene Stufen auf dem Weg zu mehr Energieeffizienz +++
10.02.2010
Steigende Energiekosten und ein wachsendes Umweltbewusstsein sorgen dafür, dass sich viele Bauinteressenten besonders mit der Heiztechnik ihres künftigen Wohnhauses befassen. Sie soll nicht nur Kosten sparen, sondern auch Ressourcen schonen und die Umwelt wenig belasten. Die Technik ist vorhanden. Der Weg zum energieeffizienten Haus umfasst nach Angaben der Wüstenrot verschiedene Stufen.
Immerhin wird in Deutschland gut ein Drittel des gesamten Energieverbrauchs für die Beheizung von Gebäuden genutzt. Das ist nach wie vor der größte Einzelposten auf der Verbrauchsseite der deutschen Energiebilanz. Energiesparmaßnahmen durch effiziente Bauweisen, insbesondere beim Niedrigenergie-Wohnungsbau, und dazu sparsame Heizsysteme können ihn deutlich verringern.
Energiesparen beginnt bei der Hausform.

Schon die Gestalt eines Gebäudes und seine Lage auf dem Bauplatz beeinflussen den künftigen Energieverbrauch. Ein schnörkelloser Baukörper beispielsweise, also möglichst ohne Erker oder Vorsprünge, über die viel Energie entweichen kann, erfüllt bereits eine der Vorgaben zur Energieeinsparung. Wird das Haus außerdem in Ost-West-Richtung platziert, kann es die einstrahlende Sonnenwärme am besten nutzen. Außerdem ist laut neuem Wärmegesetz, das die Energiesparverordnung abgelöst hat, zumindest ein Teil des Wärmeenergiebedarfs eines neuen Wohngebäudes durch erneuerbare Energien zu decken. Das können Sonnenkollektoren, Sonnenstrommodule, Wärmepumpen, Pelletheizungen sowie die Fern- oder Nahwärme aus Heizkraftwerken sein.
Heizanlage reagiert auf Temperaturdaten von innen und außen
Im Unterschied zu Altheizungen kann sich die Heizanlage eines Niedrigenergiehauses schnell einem veränderten Wärmebedarf anpassen. Er kann beispielsweise durch einsetzende Sonnenstrahlung oder durch mehr Personen im Raum stark sinken. Die Heizanlage muss dann in der Lage sein, die Wärmeabgabe rasch zu drosseln. Dies setzt gut eingestellte Thermostatventile und eine schnell regelbare Heizleistung in jedem Raum voraus. Ungeeignet sind Heizungen ohne thermostatische Regelung an den Heizkörpern. Eine moderne Heizanlage liefert außerdem über eine witterungsgeführte Regelung Temperaturdaten im Außenbereich an den zentralen Rechner. Dort werden alle Informationen zusammengeführt und ausgewertet, so dass die Heizung vollständig außer Betrieb geht, wenn kein Wärmebedarf mehr besteht.

Heizsysteme und ihre Umweltbilanz
Die Versorgung des Wohnhauses mit Fern- oder Nahwärme oder durch Blockheizkraftwerke schneidet im Systemvergleich besonders gut ab. Der Bauherr sollte ohnehin die verschiedenen Heiztechniken bewerten. Er wird dabei feststellen, dass sich beim Niedrigenergiehaus konventionelle Heizzentralen erübrigen können, weil ein Kessel bei einem Wärmebedarf von drei Kilowatt pro Quadratmeter Wohnfläche kaum mehr erforderlich ist. Bei einem höheren Bedarf ist heute bei Gas- und Ölheizungen der Brennwertkessel Stand der Technik.
Eine elektrische Wärmeerzeugung ist schon wegen der hohen Heizkosten weniger empfehlenswert, aber auch die Umweltbilanz spricht gegen solche Heizungen.
Eine ökologisch günstige Variante der Gebäudeheizung birgt das Erdreich mit seiner ganzjährig gleichbleibenden Temperatur. Die Wärmequelle wird mit einer Tiefenbohrung von 60 bis 100 Metern erschlossen und mit einer Sonde nutzbar gemacht, in der eine Wärmeträgerflüssigkeit zirkuliert. Diese fließt zu einer Wärmepumpe, die die im Erdreich gespeicherte Wärme in Heizwärme umwandelt und dabei weder Treibhausgase noch Schadstoffe ausstößt. Um die Pumpen und Kompressoren anzutreiben, wird zwar elektrische Energie benötigt. Doch die Energiemenge des verbrauchten Stroms entspricht dabei weniger als einem Drittel der produzierten Heizenergie. Die Wärmeübertragung erfolgt in einem geschlossenen Kreislauf, so dass die flüssige Substanz nicht unmittelbar mit dem Grundwasser und der Erde in Kontakt kommt.
Eine staatliche Förderung in Millionenhöhe für erneuerbare Energietechniken soll dazu ermutigen, den Weg des geringsten Energieverbrauchs einzuschlagen.
Weitere Schritte in Richtung Energieeffizienz bringt das Passivhaus-Konzept. Ein entsprechendes Wohngebäude benötigt rund 75 Prozent weniger Energie als ein konventioneller Neubau. Der Heizwärmebedarf liegt gerade mal bei 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr (kWh/m²a) und hat sich damit im Vergleich zum Niedrigenergiehaus halbiert. Der Primärenergiebedarf für Heizung, Warmwasser sowie für Strom in Haushalt und Haustechnik macht 120 kWh/m²a aus.
Noch mehr Energieeffizienz bringt dann die nächste Stufe, das Wärmegewinnhaus. Ein in Komfort und Behaglichkeit mit dem gewohnten Hausstandard vergleichbares Haus, das aber völlig unabhängig von fremder Energie ist und zudem noch welche abgeben kann. Hier wird dann nur noch auf regenerative Energien gesetzt.

Die Zukunft der „Alternativen“
Erneuerbare Energien wie Wind, Wasser, Biomasse und Solarenergie schöpfen ihre Wärmeleistung aus natürlichen Quellen. Auch wenn sie derzeit die fossilen Energien erst zum geringeren Teil ersetzt haben, sind sie positiv zu beurteilen. Denn die Energieressourcen aus endlichen Energien werden immer knapper, was für einen künftigen Hausbesitzer bei der Gesamtbewertung sicher Gewicht haben dürfte. Außerdem schädigen fossile Energien durch ihre Verbrennungsrückstände – Kohlendioxid – die Umwelt und tragen erheblich zum Klimawandel bei.
Tipps von Wüstenrot zum energieeffizienten Haus
Um zu einem energieeffizienten Haus zu gelangen, sind neben einer hocheffizienten Heizanlage folgende flankierende bauliche Schritte erforderlich:
- Zwölf Zentimeter dicke Wärmedämmung der Außenwand.
- 20 Zentimeter dicke Wärmedämmung des Steildachs, etwa zwischen und unter den Sparren, und bei Flachdächern.
- Sechs Zentimeter dicke Dämmplatten unter der Kellerdecke.
- Wärmedämmglas, das einen Wert des Wärmedurchgangskoeffizienten U von 1,1 W/(m2K) nicht unterschreitet.
- Die Rohrleitungsdämmung sollte möglichst noch besser sein als nach dem Wärmegesetz vorgeschrieben.
- Richtiges Lüften erhält die Substanz des Hauses und die Gesundheit der Bewohner. Dabei sind Lüftungsanlagen besonders effektiv, weil sie den Luftaustausch automatisch vornehmen.


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