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+++ Konsolidierungskurs mit konjunkturellem Rückenwind +++
21.07.2010
Die Konjunktur im Euro-Raum hat sich nach der Wirtschaftskrise 2008/2009 zunächst nur zögerlich erholt. Die Allianz geht allerdings davon aus, dass sich das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal deutlich beschleunigt hat und 1,5 Prozent in diesem Jahr sowie 1,7 Prozent im Jahr 2011 betragen wird. „Die Konjunktur im Euro-Raum ist stark genug, um einen graduellen Ausstieg aus der expansiven Finanzpolitik zu verkraften. Dieser konjunkturelle Rückenwind hilft, die Schuldenkrise zu überwinden“, sagte Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz.

Für die weitere konjunkturelle Entwicklung sind zwei Aspekte von besonderer Bedeutung. Zum einen die staatlichen Sparpakete und zum anderen die Abwertung des Euro. Nach den Berechnungen der Allianz werden die Sparpakete durch die geringere gesamtwirtschaftliche Nachfrage insgesamt das Bruttoinlandsprodukt im Euro-Raum 2010 um 0,3 Prozent bis 0,7 Prozent und 2011 um 0,5 Prozent bis 1,2 Prozent verringern. Eine 10-prozentige Abwertung des Euro erhöht hingegen das Bruttoinlandsprodukt um schätzungsweise 0,6 Prozent bis 0,7 Prozent nach vier Quartalen und nach zwei bis drei Jahren um 0,8 Prozent bis 0,9 Prozent. Heise: „In der Summe könnten sich die negativen Konjunkturwirkungen der Sparpakete und die positiven Konjunktureffekte der Abwertung in etwa ausgleichen. Ein Ende der Konjunkturerholung infolge der öffentlichen Konsolidierungspolitik ist deshalb nicht wahrscheinlich.“ Eine erfolgreiche staatliche Konsolidierung wird im Übrigen auch das Vertrauen in die wirtschaftlichen Perspektiven stärken und hierdurch mittelfristig auch der Binnennachfrage Auftrieb geben.

Der Konsolidierungsbedarf fällt jedoch in den einzelnen Ländern der Währungsunion unterschiedlich aus. Der Umfang der zuletzt beschlossenen Konsolidierungsprogramme liegt in den meisten EWU-Volkswirtschaften in diesem Jahr bei Null bis 0,5 Prozent in Relation zum Bruttoinlandsprodukt. In Spanien und Portugal machen die Konsolidierungsmaßnahmen 2010 aber 1½ bis 2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus, in Irland sind es 4 Prozent und in Griechenland über 8 Prozent. Dies verdeutlicht die teilweise erheblichen Sparnotwendigkeiten zur Überwindung der Schuldenkrise.

Nach Ansicht der Allianz steht die Währungsunion neben der Überwindung der Schuldenkrise noch vor weiteren großen Herausforderungen. „Der Stabilitäts- und Wachstumspakt muss reformiert, eine konsequente Haushaltsüberwachung eingeführt und die Wettbewerbsfähigkeit von EWU-Ländern mit hohen Außenhandelsdefiziten verbessert werden. Wenn dies entschlossen angegangen wird, kann der Euro gestärkt aus der Krise hervorgehen“, sagte Heise.







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