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+++ Erfahrener Anlegen trägt Risiko selbt +++
21.07.2010
Wer als Bankkunde jahrelange Erfahrung mit Wertpapieranlagen hat, kann bei einem Totalverlust die Verantwortung nicht auf sein Kreditinstitut schieben, auch wenn er im Beratungsgespräch nicht ausdrücklich über das Ausfallrisiko aufgeklärt wurde. Die Bank muss dem Kunden in diesem Fall keinen Schadenersatz leisten, das zeigt eine Entscheidung des Amtsgerichts Itzehoe (Az. 7 O 39/09).

Nach einem Gespräch mit dem Kundenberater seines Kreditinstituts hatte ein Mann Zertifikate der US-Investmentbank Lehman Brothers im Wert von über 10.000 Euro gekauft. Durch die Lehman-Pleite im Herbst 2008 wurden die Papiere wertlos. Wegen Verletzung der Beratungspflicht forderte der Kunde Schadenersatz von seiner Bank. Als konservativer Sparer habe er in sichere Kapitalanlagen investieren wollen, der Kundenbetreuer habe ihn nicht über das hohe Risiko der Lehman-Zertifikate aufgeklärt. Die Bank schloss Beratungsfehler allerdings aus. Der Kunde besitze seit Jahren ein Depotkonto und habe bereits verschiedenste Wertpapiere ge- und verkauft. Eine Zeit lang habe er sogar Daytrading betrieben, also hochspekulativen Handel zur Ausnutzung kurzfristiger Kursschwankungen.

Ein langjähriger und bekanntermaßen risikobereiter Anleger ist bei der Empfehlung einer Geldanlage nicht in gleichem Umfang aufzuklären wie ein Neukunde oder ein Anleger, der erstmals risikoträchtige Wertpapiere kauft. Wer wie der Kläger jahrelange Erfahrung im Anlagegeschäft habe, könne sich grundsätzlich nicht darauf berufen, von seiner Bank falsch beraten worden zu sein, so das Gericht. Die Bank habe ihre Beratungspflicht auch nicht dadurch verletzt, dass sie den Kunden nicht über das Insolvenzrisiko von Lehman Brothers aufgeklärt hat. Zum Zeitpunkt der Beratung gegen Jahresende 2006 sei der Zusammenbruch der bis dahin weltweit viertgrößten Investmentbank noch nicht absehbar gewesen.

www.rechtsschutz-forum.de


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