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Hohes Schmerzensgeld bei Mobbing
23.09.2010
Wenn der Arbeitgeber versucht, eine Mitarbeiterin durch fortgesetztes und bösartiges Mobbing aus dem Betrieb zu drängen, muss er mit hohen Schadenersatzforderungen rechnen. Diese Erfahrung machte kürzlich der Betreiber eines Altenheims in Sachsen (Arbeitsgericht Cottbus, Az. 7 Ca 1960/08).

Die langjährige Pflegedienstleiterin eines Seniorenheims, die nach Zeugenaussagen stets einwandfrei gearbeitet hatte, wurde nach einem Wechsel in der Geschäftsführung zunehmend von ihrem neuen Vorgesetzten schikaniert. Angeblich seien anonyme Beschwerden über die leitende Mitarbeiterin eingegangen, die wie alle Frauen „niederträchtig und boshaft“ sei, so der Arbeitgeber wörtlich. Auf ihre Bitte um Überstundenabgeltung drohte er beispielsweise, ihre wöchentliche Regelarbeitszeit von 40 auf 60 Stunden zu erhöhen, dann sei die Überstundenfrage rasch gelöst. In der Folgezeit intensivierte er das Mobbing noch weiter – offenbar, um die Frau zur Kündigung zu drängen und die frei gewordene Stelle mit der Schwiegertochter eines Vorstandsmitglieds besetzen zu können. Schließlich erteilte er der Pflegedienstleiterin Hausverbot und stellte Strafanzeige gegen sie, weil sie dienstliche Unterlagen mit nach Hause genommen habe. Zuletzt kündigte er der Frau, die mittlerweile seelisch am Ende war, fristlos.

Die Frau verklagte ihren ehemaligen Arbeitgeber auf Schmerzensgeld und Schadenersatz, das Arbeitsgericht in Cottbus gab ihr Recht. Der ehemalige Arbeitgeber habe die Klägerin hartnäckig und ohne berechtigten Grund schikaniert, um sie zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses zu drängen. Dadurch habe er seine Fürsorgepflicht als Arbeitgeber und das Persönlichkeitsrecht der Arbeitnehmerin verletzt. Das Gericht verurteilte den Arbeitgeber, der gemobbten Frau für die erlittenen Schikanen Schmerzensgeld in Höhe von 30.000 Euro nebst Zinsen zu zahlen.

www.forum-berufsunfaehigkeit.de


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