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+++ Zu wenig Rente für die Pflege zuhause +++
16.02.2011
Seit 1995 erwerben Menschen, die pflegebedürftige Angehörige zuhause versorgen, Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Viel zu wenig allerdings, wie Experten beklagen. Auf nicht einmal 40 Euro zusätzliche Monatrente kommen Betroffene im Durchschnitt. Wenig, wenn man bedenkt, dass pflegende Personen – in der überwiegenden Mehrzahl Frauen – im Regelfall auf einen bezahlten Job verzichten, mit dem sie deutlich höhere Rentenansprüche erwerben könnten.

Im Durchschnitt drei Jahre werden Pflegebedürftige vom Angehörigen versorgt, das zeigt eine aktuelle Studie der der Deutschen Rentenversicherung Bund. Für jedes Jahr, in dem man einen Angehörigen pflegt, gibt es zurzeit zwischen 6,94 Euro und 20,83 Euro Monatsrente, in Ostdeutschland zwischen 6,10 Euro und 18,30 Euro. Die genaue Bewertung von Pflegezeiten für die Rente richtet sich nach dem zeitlichen Pflegeumfang und der Pflegestufe des Pflegebedürftigen. Rentenansprüche erwirbt man einen Angehörigen mindestens 14 Stunden pro Woche in der häuslichen Umgebung pflegt. Die unentgeltlich pflegende Person muss einen Antrag bei der Pflegekasse stellen, die zahlt die Beiträge dann in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Voraussetzung ist allerdings, dass der Pflegebedürftige überhaupt Leistungen aus der Pflegeversicherung beanspruchen kann. Wer mehr als 30 Stunden in der Woche eine Erwerbsarbeit ausübt und nebenher Angehörige pflegt, erwirbt keine zusätzlichen Rentenansprüche.

Experten empfehlen Menschen, die über längere Zeit Angehörige zuhause pflegen und keiner bezahlten Tätigkeit nachgehen können, unbedingt eine ergänzende private Altersvorsorge abzuschließen. Das kann z.B. auch eine private Rentenversicherung, die es in der Riester- oder Rürup-Variante auch mit staatlicher Förderung gibt. Wer als Pflegender selbst schon nah am Rentenalter steht und noch keine ausreichenden Ansprüche auf gesetzliche Rente erworben hat, kann sich auch mit einer einmaligen Zahlung eine lebenslange Privatrente sichern.

www.fss-online.de/Schnelleinstieg/kapital_lv.asp


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