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+++ Neue Studie: Bürger befürworten Rentenreform +++
17.10.2012
Was in den Nachkriegsjahren noch undenkbar war, ist heute bittere Realität: Die Renten sinken. Darüber sind sich alle Experten einig. Die vielen Bürgern drohende Altersarmut ist plötzlich Thema Nummer eins in der politischen Diskussion. Was denken die Menschen in diesen Zeiten? Wie haben sich die Erwerbsbiografien, Denkweisen und Altersvorsorgestrategien geändert? Macht sich Angst vor der Altersarmut breit? In der groß angelegten Studie „Arbeit und Rente – gestern, heute und morgen“ hat die Gothaer gemeinsam mit Forsa nachgefragt – und zum Teil erstaunlich realistische Antworten bekommen. Befragt wurden 1518 Personen zwischen 20 und 70 Jahren in Deutschland per In Home-Befragung im Rahmen des bevölkerungsrepräsentativen Panels forsa.omninet.

Die Zunahme befristeter Arbeitsverhältnisse ist ein entscheidender Indikator für veränderte Erwerbsbiografien. War man früher ein Leben lang bei einem Arbeitgeber, der oft auch noch für die Rente sorgte, ist die Befristung von Arbeitsverhältnissen bei jüngeren Menschen an der Tagesordnung. So waren 58 Prozent der Befragten 20- bis 30-Jährigen, aber nur 13 Prozent der 61- bis 70-Jährigen schon einmal in einem befristeten Arbeitsverhältnis beschäftigt.
Auch die Unterbrechung der Berufstätigkeit spricht eine deutliche Sprache: Während mit 47 Prozent die meisten der 61- bis 70-Jährigen ihre Berufstätigkeit wegen Haushalt und Kindererziehung unterbrochen haben, war der Hauptgrund für eine Unterbrechung der Arbeit bei den 31- bis 40-Jährigen die Arbeitslosigkeit. Von Arbeitslosigkeit waren die 30- bis 50-Jährigen bislang am häufigsten betroffen (48 Prozent), die über 60-Jährigen am wenigsten (24 Prozent). Ein weiterer Indikator für den Wandel der Erwerbsbiografien ist die Anzahl der Arbeitgeber im bisherigen Berufsleben: Die 50- bis 60-Jährigen hatten im Schnitt 4, die 30- bis 40-Jährigen schon 3,1 Arbeitgeber gehabt, obwohl sie erst halb so lange im Arbeitsleben standen.

Zukunftsängste – Sorge um die Familie, sozialer Abstieg und Altersarmut ganz vorn. Wie sehen die von unterschiedlichen Erwerbsbiografien geprägten Generationen ihre Zukunft? Generell liegen die größten Ängste im persönlichen Umfeld, insbesondere die Angst vor einer schweren Erkrankung (56 Prozent) oder die Sorge um die Familie (57 Prozent). Gleich danach folgt mit 65 Prozent die Pflegebedürftigkeit, dann mit fast 50 Prozent die zu knappe Rente. Die Eurokrise tut das Ihre noch dazu – 65 Prozent glauben, dass sich die Krise negativ auf ihre Rente auswirkt, bei den 31- bis 60-Jährigen sind es sogar 72 Prozent.

Der Generationenvertrag als Basis für eine ausreichende Rente funktioniert nur, wenn wenige Alte von vielen Jungen finanziert werden. Das Verhältnis ist längst gekippt und droht sich noch weiter in die ungünstige Richtung zu entwickeln. Das ist bei der Bevölkerung angekommen: 90 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass das Rentensystem reformiert werden muss. 41 Prozent halten den Generationenvertrag für ungerecht, weil die jüngere Generation zu stark belastet wird. Auch die, wenn überhaupt noch vorhandene, magere Rendite der gesetzlichen Rentenversicherung schreckt ab: 56 Prozent würden die Beiträge, die sie in die gesetzliche Rente einzahlen, lieber privat anlegen. Während die Anhebung des Rentenalters (10 Prozent pro) und die Anhebung der Rentenbeiträge (22 Prozent pro) nicht als Lösung angesehen werden, befürwortet die Mehrheit, dass Beamte und Selbständige einbezogen werden sollten (83 Prozent) sowie eine teilweise Finanzierung der Rente durch Steuermittel (58 Prozent).

Zunächst einmal beschäftigen sich die Menschen mit der Rente: 78 Prozent machen das sogar häufig oder zumindest hin und wieder. Obwohl noch weit weg, haben die Jungen das Problem erkannt: Bei den 20- bis 30-Jährigen befassen sich immerhin 63 Prozent mit diesem Thema. Beim Thema Vorsorge ist man geteilter Meinung: Knapp die Hälfte der Befragten meint, dass sie ausreichend vorgesorgt hat, 43 Prozent meinen, dass sie mehr tun müssten. Bei den 20- bis 30-Jährigen sind es sogar 61 Prozent, bei den Menschen mit einem Einkommen von unter 1500 Euro 68 Prozent. Bei der von den meisten gewünschten privaten Vorsorge setzen 48 Prozent auf Lebens- oder Rentenversicherungen, bei den 31- bis 40-Jährigen 58 Prozent, bei den 41- bis 50-Jährigen sind das sogar 60 Prozent. 40 Prozent aller Befragten investieren in Immobilien, 37 Prozent vertrauen auf das Sparbuch oder Banksparpläne. Der Hauptgrund für fehlende Vorsorge sind an erster Stelle nicht ausreichende finanzielle Mittel (77 Prozent), 39 Prozent nennen Zweifel an der Sicherheit der Produkte, 23 Prozent geben das Geld lieber für andere Dinge aus. Dem Großteil der Befragten ist dabei klar, dass sie im Alter mit weniger Geld auskommen müssen (73 Prozent).

„Unsere Studie zeigt sehr deutlich, dass den meisten Bürgern sehr klar ist, dass durch den demografischen Wandel den nachwachsenden Generationen in unserem heutigen Rentensystem kaum noch zu bewältigende Lasten aufgebürdet werden. Die große Mehrheit vor allem der jüngeren Generation hat das Problem der drohenden Altersarmut erkannt. Zu Recht fordern die Menschen eine Reform des Rentensystems“, fasst Dr. Werner Görg, Vorstandsvorsitzender der Gothaer Versicherungen, die Ergebnisse zusammen.
„Aus unserer Sicht kann eine erfolgreiche Reform nur gelingen, wenn auf mittlere Sicht ein Transfer zu einem zumindest zu einem großen Teil kapitalgedeckten System erfolgt“, so Görg weiter. „Staatliche Förderung ist dabei ein wichtiger Anreiz, der Zwang zu privater Vorsorge würde aber eine falsche Sicherheit der Systeme signalisieren. Ein wichtiges Instrument ist aus unserer Sicht die Förderung der betrieblichen Altersvorsorge, denn damit erreicht man einen Großteil der Menschen.“ Quelle: Gothaer

www.fss-online.de



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