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+++ Günstig mobil mit Carsharing +++
28.02.2013
Verspätungen, Gedränge und jährliche Preiserhöhungen – wer ohne eigenes Auto in Stadt und Land unterwegs ist, weiß, wie zeit- und kräftezehrend die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel sein kann. Soziale Initiativen, wendige Startups und selbst große Konzerne wie die Deutsche Bahn oder namhafte Automobilhersteller eröffnen mit eigenen Carsharing-Angeboten deshalb inzwischen eine interessante Alternative zu Bus, Bahn und Co.

Das Prinzip Carsharing ist im Grunde keine neue Idee. Erste Ansätze entstanden in der Schweiz bereits Ende der 40er Jahre, ihr Erfolg hielt sich allerdings lange in Grenzen. Auch heute fristet das Car-Sharing eher ein Nischendarsein.

Erst mit der zunehmenden Verteuerung des Kfz-Unterhalts und dem allgemein wachsenden Umweltbewusstsein erlebte das Carsharing in den letzten Jahren einen Durchbruch: Immerhin mehr als jeder zehnte der 16- bis 29-Jährigen hat bereits einmal ein Carsharing-Angebot genutzt, ergab eine im Auftrag von ERGO durchgeführte repräsentative Umfrage von Ipsos*.

Carsharing bedeutet von der Idee her, dass sich mehrere Fahrer Anschaffungspreis, Unterhalt und entsprechend auch die Nutzung eines Autos teilen – und dadurch Geld ggf. sparen. Moderne Konzepte machen die Umsetzung dieser Idee dank digitaler Technik einfacher denn je: Anbieter wie Flinkster, DriveNow und Co. stellen Autos in bestimmten Parkzonen ab und jeder angemeldete Nutzer kann diese bei Bedarf aufschließen und losfahren – zumindest theoretisch. In der Praxis ist dennoch manches mehr zu beachten als beim Einsteigen ins eigene Auto, so der Ratschlag von Versicherungsexperten.

Momentan kommen hauptsächlich Bewohner größerer deutscher Städte in den Genuss der großen Carsharing-Dienste. Aber auch in kleineren Städten oder ländlichen Regionen haben Anbieter inzwischen ihre Nischen gefunden und stellen Fahrzeuge zur Nutzung bereit. Wer sich über die in Frage kommenden Anbieter informieren möchte, findet im Internet Antworten.

Um die bereitgestellten Autos fahren zu dürfen ist eine vorherige Anmeldung nötig, bei der der Nutzer eine gültige Fahrerlaubnis – manchmal auch ein gewisses Mindestalter – nachweisen muss. Nach der Anmeldung erhält der Carsharer dann einen „Generalschlüssel“ für die Fahrzeuge. Häufig ist das eine elektronische Karte, die das Auto über ein Lesegerät in der Windschutzscheibe entsperrt.

Bei der Autoleihe sollten zwei organisatorische Dinge beachtet werden: Das gewünschte Auto muss vor der Abholung zunächst reserviert werden. Dies geschieht zum Beispiel über das Internet oder mithilfe einer Smartphone-App. Hier erfährt der Carsharer, wo sein Wunschauto für ihn bereitsteht. Nach der Fahrt muss das Auto bei manchen Anbietern wieder in festgelegten Parkzonen abgestellt werden. Hält sich der Nutzer nicht daran, werden mitunter hohe Gebühren für die Rückführung fällig.

Die Preise setzen sich in der Regel aus einer Stundenpauschale – abhängig vom Fahrzeugmodell – und einer Verbrauchspauschale für jeden gefahrenen Kilometer zusammen. So lässt sich relativ einfach ausrechnen, ob sich das „Anmieten“ eines Carsharing-Autos lohnt. Wer es zum Beispiel nutzt, um täglich zur Arbeit zu fahren, zahlt unter Umständen drauf.

Das Modell ist finanziell ggf. nur sinnvoll, wenn es am Ende günstiger ist als die Anschaffung eines eigenen Wagens. Unter 10.000 Kilometer Fahrleistung im Jahr dürfte sich Carsharing jedoch lohnen. Auf den Internetseiten vieler Anbieter finden sich Kostenrechner, mit denen die Fahrer bequem ausrechnen können, ob Carsharing für sie rentabel ist.

Bevor man ein Auto bucht, sollten man unbedingt dessen Versicherungsstatus checken. Eine Haftpflichtversicherung ist natürlich auch für Carsharing-Autos Pflicht. Zu empfehlen ist der Einschluss einer Vollkaskoversicherung.

Bei Carsharing-Autos gelten zudem die gleichen Vorsichtsmaßnahmen wie bei Mietautos: Vor Antritt der Fahrt sollte immer überprüft werden, ob das Fahrzeug Schäden oder Verunreinigungen aufweist. Sind diese vorhanden, sollten die Nutzer dies dem Anbieter sofort mitteilen.
Ergibt die Überprüfung keine Beanstandungen, sollte der Fahrer darüber hinaus die Papiere checken: Tankkarte, Parkkarte, Parkausweis – ist alles da? Dieses Vorgehen empfiehlt sich übrigens auch bei der Abgabe des Autos: Ist nicht alles in Ordnung, können die Mieter später unter Umständen Probleme bekommen. Im Falle eines Unfalls sollte man sofort den Anbieter informieren und die weitere Vorgehensweise absprechen. Wichtig: in keinem Fall ein Schuldeingeständnis unterschreiben. “ Quelle: MT/ Ipsos i:Omnibus™

www.fss-online.de/schnelleinstieg/haftpflicht.asp?



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