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+++ Probetraining im Fitnessstudio +++
13.03.2013
Ein Probetraining in einem Fitnessstudio dient für jeden erkennbar zu Werbezwecken. Wer dabei einen langfristigen Vertrag unterzeichnet, kann nicht kurze Zeit später behaupten, überrumpelt worden zu sein. Das Amtsgericht München erklärte nach Angaben der D.A.S. einen entsprechend begründeten Vertragsrücktritt für ungültig. AG München, Az. 223 C 12655/12

Hintergrund: Bei bestimmten Vertragsabschlüssen steht Verbrauchern ein besonderes Widerrufsrecht zu. Dies gilt für Verträge, die durch mündliche Verhandlungen am Arbeitsplatz oder in der Privatwohnung des Kunden abgeschlossen werden (sogenannte Haustürgeschäfte), bei Vertragsabschlüssen anlässlich einer von einem Unternehmen durchgeführten Freizeitveranstaltung oder wenn der Verbraucher überraschend in Verkehrsmitteln oder auf öffentlich zugänglichen Verkehrsflächen angesprochen wurde.

Geregelt ist das Widerrufsrecht in § 312 des Bürgerlichen Gesetzbuches. Widerrufen werden kann grundsätzlich innerhalb von 14 Tagen, eine Begründung ist nicht erforderlich.

Der Fall: Eine Münchnerin war durch eine Werbung auf ein Fitnessstudio aufmerksam geworden, welches ein kostenloses Probetraining anbot. Sie ging hin und unterschrieb noch vor dem Probetraining einen Vertrag mit einer Mindestlaufzeit von 12 Monaten.

Nach Begutachtung der Räume und Trainingsangebote entschied sie sich jedoch um und kündigte schon am nächsten Tag. Der Betreiber akzeptierte die Kündigung auch – für das Ende der Vertragslaufzeit, also nach einem Jahr. Die Frau bezahlte den verlangten Jahresbeitrag von 596 Euro nicht. Sie war der Meinung, überrumpelt worden zu sein.

Das Urteil: Das Amtsgericht München gab dem Studio-Betreiber Recht. Der Kundin habe kein Rücktritt vom Vertrag zugestanden. Es habe sich hier nicht um ein Haustürgeschäft oder einen Vertragsabschluss im Rahmen einer Freizeitveranstaltung gehandelt. Es sei allgemein bekannt, dass ein kostenloses Probetraining im Fitnessstudio den Zweck habe, neue Kunden anzuwerben. Werde anlässlich eines Probetrainings ein Vertrag geschlossen, handle es sich nicht um eine „Überrumpelung“ des Kunden. Die Frau musste daher die Jahresgebühr zahlen.
Amtsgericht München, Urteil vom 25.10.2012, Az. 223 C 12655/12, Quelle: MT / DAS

www.fss-online.de/index_recht.asp?




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