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+++ Deutsche Wirtschaft: Nur kurze Durststrecke +++
24.04.2013
Der Rückgang des Bruttoinlandsprodukts Ende 2012 um immerhin 0,6 Prozent hat die wirtschaftliche Ausgangslage für 2013 beeinträchtigt. Das Bruttoinlandsprodukt war im vierten Quartal 2012 um 0,3 Prozent niedriger als im Jahresmittel 2012. Dieser „Unterhang“ führt dazu, dass selbst bei einer beträchtlichen Konjunkturbelebung im Verlauf dieses Jahres nur ein mäßiges jahresdurchschnittliches Wachstum 2013 zu erwarten ist.

Die Anhaltspunkte für eine konjunkturelle Beschleunigung sind inzwischen sehr deutlich. Die Geschäftserwartungen in der gewerblichen Wirtschaft sind deutlich positiver als vor einigen Monaten. Die Beurteilung der Geschäftslage – eher ein konjunktureller Spätindikator – hat sich bereits wieder leicht verbessert. Die Auftragseingänge haben nach einem Rückgang im Januar im Februar wieder spürbar angezogen, die Industrie produzierte Anfang dieses Jahres in etwa so viel wie im Durchschnitt des vierten Quartals 2012. Der Abbau unfreiwilliger Fertigwarenlager scheint inzwischen abgeschlossen. Einen ausgesprochen guten Start ins neue Jahr erwischte der Einzelhandel, dessen realer Umsatz im Januar und Februar um 2,3 Prozent über dem Durchschnitt des vierten Quartals lag. „Alles in allem schätzen wir, dass die deutsche Wirtschaft bereits im ersten Quartal 2013 wieder leicht gewachsen ist. Dabei haben wir eingerechnet, dass die Bautätigkeit unter dem überdurchschnittlich harten Winter stärker als normal eingeschränkt war. Die Rückstände dürften hier aber im zweiten und dritten Quartal wieder aufgeholt werden und zusätzlich Wachstumsbeiträge liefern“, sagte Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz.

Alles in allem schätzen die Ökonomen der Allianz, dass die deutsche Wirtschaft im Verlauf von 2013 um reichlich 2 Prozent wächst, im Jahresdurchschnitt 2013 ergibt sich daraus ein Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts von 1,0 Prozent. „Unter der Voraussetzung, dass keine extremen Schocks auftreten, gibt es aus unserer Sicht keine Gründe, weshalb sich der Aufschwung nicht auch 2014 fortsetzen sollte: Die Geldpolitik bleibt insgesamt expansiv, der Konsolidierungsdruck in wichtigen Partnerländern vermindert sich tendenziell und in der Binnennachfrage gibt es weiterhin Potenzial. Für das Jahr 2014 prognostizieren wir ein Wirtschaftswachstum von 2,1 Prozent“, sagte Heise.

Vom Export gehen 2013 voraussichtlich wieder deutlich stärkere Impulse aus als 2012. Mit der erwarteten Belebung des Welthandels und einer weiterhin guten preislichen Wettbewerbsfähigkeit deutscher Exporteure ist mit einer spürbar anziehenden Auslandsnachfrage zu rechnen.

Positive Impulse dürften in den nächsten Monaten von der Binnennachfrage ausgehen. Neben dem Bau sollte auch der private Verbrauch an Schwung gewinnen. Schneller wachsende Arbeitseinkommen, der anhaltende Beschäftigungsaufbau der Unternehmen und der rückläufige Preisauftrieb sorgen für wieder stärker steigende Realeinkommen der privaten Haushalte. „Die ausgeprägte Zurückhaltung bei Investitionen, die 2012 durch die Unsicherheiten der Schuldenkrise ausgelöst wurde, dürfte allmählich nachlassen. Bei einer anhaltenden Entspannung an den Finanzmärkten könnte es im Verlauf von 2013 sogar zu einer kräftigen Belebung der Investitionsnachfrage kommen“, so Heise.

Trotz des rückläufigen Bruttoinlandsprodukts im 4. Quartal des vergangenen Jahres ist die Beschäftigung zum Jahresende 2012 und auch zu Jahresbeginn 2013 weiter angestiegen. Im Januar und Februar dieses Jahres betrug der Zuwachs zusammengenommen immerhin 74.000. Die Zahl der Erwerbstätigen (nicht saisonbereinigt) lag im Februar 2013 bei 41,40 Millionen, was einen Zuwachs von 282.000 (+0,7 Prozent) gegenüber dem Vorjahr darstellt. Dabei stieg die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zuletzt (Januar 2013) um 395.000 (+1,4 Prozent) gegenüber dem Vorjahr, wohingegen die Zahl der ausschließlich geringfügig entlohnt Beschäftigten um 31.000 (-0,6 Prozent) zurückging.

Angesichts der positiven konjunkturellen Frühindikatoren ist zu erwarten, dass sich der Arbeitsmarkt im Verlauf von 2013 wieder stärker belebt. Infolgedessen rechnen wir mit einem leichten Rückgang der Arbeitslosenzahl im Verlauf von 2013 und 2014. Im Gesamtjahr 2013 dürfte die durchschnittliche Anzahl der Arbeitslosen nahezu unverändert bei 2,90 Millionen und im Jahr 2014 bei 2,77 Millionen liegen. Die durchschnittliche Anzahl der Erwerbstätigen steigt im Jahr 2013 voraussichtlich um 0,6 Prozent auf 41,86 Mio. und im Jahr 2014 um 0,7 Prozent auf 42,14 Millionen. Binnen fünf Jahren – seit 2009 – ergäbe sich hiermit ein Beschäftigungszuwachs um rund 1,75 Millionen.

Zum Jahresende 2012 war das weltwirtschaftliche Konjunkturbild noch sehr gemischt. Zwar fassten die globale Industrieproduktion und der internationale Warenhandel – nach einer praktisch stagnierenden Entwicklung im Frühjahr/Sommer – wieder besser Tritt. Die Besserung war aber überwiegend das Ergebnis einer höheren Dynamik in den aufstrebenden Volkswirtschaften Asiens. Zuletzt ergaben sich allerdings Hinweise auf eine auf breiterer Basis stehenden Produktionsausweitung. Nach fortgesetztem Rückgang seit dem zweiten Quartal 2012 dürfte die aggregierte Industrieproduktion der Industrieländer im ersten Quartal dieses Jahres wieder zulegen. Und auch im Welthandel zeichnet sich eine klar höhere Dynamik ab, nachdem er im Januar vorläufigen Angaben zufolge kräftig um 1,9 Prozent anzog.

Gleichwohl dürfte auch 2013 ein nicht einfaches Jahr werden. Zwar sind bei der Korrektur früherer Fehlentwicklungen zum Teil erhebliche Fortschritte zu verzeichnen. Die Anpassungsprozesse sind aber vielfach noch nicht abgeschlossen. Vor allem die fortgesetzte Konsolidierung der öffentlichen Haushalte in den Industrieländern, aber auch strukturelle Anpassungserfordernisse in einigen Emerging Markets stehen einer hohen Konjunkturdynamik entgegen. Heise: „Die Fähigkeit zahlreicher Volkswirtschaften insbesondere aus dem Kreis der Industrieländer, Schocks zu verkraften, erscheint sehr begrenzt. Risiken für die weltwirtschaftliche Entwicklung liegen nach wie vor in der Euro-Schuldenkrise. Zwar spricht inzwischen vieles dafür, dass die Entspannung in der europäischen Schuldenkrise von Dauer ist. Dennoch lauern unbestreitbar Spannungspotenziale wie etwa ein nachlassender Reformwille. Schließlich könnten zunehmende geopolitische Spannungen, wie etwa der Streit über das iranische Atomprogramm, die Weltwirtschaft erheblich belasten, nicht zuletzt wenn diese starke Preissprünge bei Rohöl nach sich zögen“. Quelle: MT/ Allianz


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