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+++ KANN EUROPA SICH VON DER GELDPOLITIK DER USA ABKOPPELN? +++
07.08.2013
Die US-Notenbank will offenbar ihre ultraexpansive Geldpolitik beenden. Als Signal dafür gilt ihre Ankündigung, das Ankaufprogramm für US-Staatsanleihen noch in diesem Jahr zurückzufahren. "Die FED reagiert damit konsequent auf die verbesserte konjunkturelle Situation in den USA. Eine straffere Geldpolitik soll Inflationsrisiken in der Aufschwungphase verringern", sagt Dr. Marco Bargel, Chef-Investmentstratege der Deutschen Postbank AG. "Das erhöht den Druck auf die EZB, ihrerseits die ultraexpansive Geldpolitik im Euroraum zurückzufahren."

In der Vergangenheit hat Europa Richtungswechsel in der US-Geldpolitik stets mit einem zeitlichen Abstand von wenigen Monaten nachvollzogen. Umso erstaunlicher ist das Verhalten der Europäischen Zentralbank (EZB) auf ihrer Sitzung Anfang Juli. Hier hat die EZB erstmals angekündigt, dass sie die Zinsen für längere Zeit auf dem aktuellen Niveau belassen oder sogar noch einmal senken wird. "Für die EZB ist das ein bemerkenswerter Schwenk, der schon eine Art Revolution in der Kommunikation der Währungshüter darstellt", so Bargel. Denn bisher hat die Notenbank sich für die kommenden Sitzungen immer alle Optionen offengehalten, um auf die jeweils aktuelle Konjunktur- und Inflationssituation angemessen reagieren zu können.

Das Signal der EZB ging an jene verschuldeten Euro-Staaten, die gleichzeitig ihre Wirtschaft modernisieren und ihre Staatshaushalte konsolidieren müssen. Sie fürchten, dass steigende Zinsen ihre Schuldenlast untragbar machen könnte. Dabei stellt sich allerdings die Frage, ob Europa überhaupt in der Lage ist, seine Geldpolitik zeitweise von der der USA abzukoppeln. Die Investmentstrategen der Postbank sehen gute Chancen, dass dies in der gegenwärtigen Situation klappen könnte: Die Rahmenbedingungen sprechen auf Sicht der kommenden Jahre für einen eher schwachen inflationären Druck in der Eurozone. Inflationäre Effekte, die von einer Abwertung der heimischen Währung ausgehen, können in einem solchen Umfeld eher verkraftet werden als bei einem dynamischen Konjunkturaufschwung.

Auch das Risiko der von Notenbanken gefürchteten Zweitrundeneffekte über steigende Löhne ist angesichts der hohen Arbeitslosigkeit in vielen Euro-Staaten auf absehbare Zeit eher gering. Dies verschafft der Geldpolitik im Euroraum den notwendigen Spielraum für eine Fortsetzung der ultraexpansiven Geldpolitik. "Eine Abwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar dürfte der EZB sogar ganz gelegen kommen. Denn durch eine Abwertung würde sich die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Exportunternehmen verbessern", so Bargel. Vor allem Staaten wie Italien, mit einem hohen Anteil von Exporten in den US-Dollarraum, würden davon profitieren.

Ohne Risiken ist die Strategie der EZB allerdings nicht. Denn eine lang anhaltende Niedrigzinspolitik verringert den Druck auf die Euro-Staaten, mit wichtigen Strukturreformen fortzufahren. Eine geldpolitisch bedingte Abwertung des Euro würde nur die wahren Ursachen der Wettbewerbsschwäche vieler Länder der Eurozone verdecken. Spätestens bei einer Aufwertung der heimischen Währung treten die strukturellen Probleme dann wieder zu Tage. Quelle: MT/ Postbank

www.fss-online.de/index_ratenkredit.asp?


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