44. Woche
Internetfinanzzeitung           ISSN: 1862 – 343            neutral - kompetent - unabhängig
24.10.2017
|  IMPRESSUM  |  KONTAKT  |  HOME  |
ARCHIV-SUCHE
LOGIN
Makler
Konsumenten

SERVICE
Formulare
Lexika
Ratgeber

VERGLEICHE

Versicherungen

Energie
Strom
Gas

Kommunikation
DSL
Handy
Internet
Telefon

Banken
Autokredit
Ratenkredit
Tagesgeld
Festgeld
Girokonto
Baugeld
Forward-Darlehen
Bundesschatzbriefe
Depotbank
Förderdarlehen

Reisen
Hotelsuche
Flugbuchung
Mietwagen




Anzeige:
 
Anzeige:
vergleichen entscheiden sparen
 
Anzeige:
Map-Report
NEWSAKTUELL


+++ Behandlungsfehler beim Arzt +++
18.09.2013
Egal wie ausführlich sich Patienten über eine Behandlung informieren, letztendlich müssen sie dem Arzt vertrauen. Doch was kann man tun, wenn man im Nachhinein feststellt, falsch behandelt worden zu sein? Wie weit geht das Mitspracherecht des Patienten bei Behandlungen und welche Aufklärungspflichten muss ein Arzt erfüllen? Der Partneranwalt der ROLAND Rechtschutz-Versicherungs-AG, Klaus Wirth von der Kanzlei Croy, Zehner, Wirth Partnerschaft in Passau, stellt die wichtigsten Sachverhalte vor.

Fachchinesisch: Ärzte müssen die Sprache der Patienten sprechen
Die Sprache der Ärzte ist nicht immer leicht zu verstehen, gerade dann, wenn es sich um eine schwierige Behandlung handelt. „Der Arzt muss seinen Patienten die Diagnose und die vorgesehene Therapie in verständlichen Worten und in einem persönlichen Gespräch erklären – und vor allem auf Augenhöhe, also ohne Fachchinesisch. Der Arzt erwartet schließlich, dass der Patient die Behandlung erfolgreich unterstützt. Das kann der Patient nur, wenn er versteht, was passiert“, erklärt der Partneranwalt von ROLAND Rechtsschutz, Klaus Wirth. Zusätzlich muss der Arzt vor der Behandlung darüber informieren, wenn beispielweise die Behandlungskosten von der Krankenkasse nicht oder nicht komplett übernommen werden. In diesem Fall werden alternative Therapien besprochen.

Mitspracherecht: Die Entscheidung trifft der Patient
Ohne die Einwilligung des Patienten darf der Arzt grundsätzlich keine medizinische Behandlung durchführen. Der Arzt muss den Patienten ausführlich über die Therapie und die Risiken aufklären. Zudem muss der Mediziner auf die Heilungserfolge hinweisen. „Der Patient hat bei allen Behandlungen ein umfassendes Mitspracherecht und muss sich nichts aufzwingen lassen. Sollte der Patient, sofern er im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte ist, nicht einwilligen, ist es dem Arzt grundsätzlich untersagt, die Therapie durchzuführen – selbst bei einer lebensbedrohlichen Erkrankung“, so der Fachanwalt für Medizinrecht.

Ärztepfusch: an wen sich Patienten wenden können
Ein Behandlungsfehler liegt dann vor, wenn ein Arzt die Behandlung nicht nach medizinisch anerkannten Standards durchführt. Dazu gehört auch eine lücken- oder fehlerhafte Aufklärung des Patienten. Vermutet der Patient einen Behandlungsfehler, sollte er sich zuallererst an den behandelnden Arzt wenden. Kommt er hier nicht weiter, ist für gesetzlich Versicherte die Krankenversicherung die nächste Anlaufstelle. „Über den medizinischen Dienst der gesetzlichen Krankenkassen kann der Patient ein Sachverständigengutachten verlangen. Es wird dann geprüft, ob ein Behandlungsfehler vorliegt. Schlussendlich bleibt noch der Gang zum Anwalt, der über die rechtlichen Möglichkeiten berät“, sagt Rechtsanwalt Klaus Wirth. Privatpatienten haben diese direkte Unterstützung durch die Krankenkasse nicht. Sie können sich aber auch an die bei den Ärztekammern eingerichteten Schlichtungs- und Gutachterkommissionen wenden damit diese den Fall auf einen Behandlungsfehler hin aufklären. Grundsätzlich haben Patienten einen Anspruch darauf, ihre Behandlungsunterlagen einzusehen. Dazu zählen Befunde, Laborwerte, Untersuchungsergebnisse und OP-Berichte. Für Kopien der Unterlagen trägt der Patient die Kosten oft selbst.

Verjährungsfristen: bis wann der Patient Einspruch erheben muss
Die Verjährungsfrist für Behandlungsfehler beträgt in der Regel drei Jahre. Die Frist beginnt jedoch erst dann, wenn der Patient erfahren hat oder selbst feststellt, dass es sich um einen Behandlungsfehler handeln könnte. „Der Behandlungszeitpunkt und der Fristbeginn können daher mehrere Monate oder Jahre auseinander liegen. Nach spätestens 30 Jahren verfallen aber alle Schadenersatzansprüche, unabhängig davon, ob der Patient einen Behandlungsfehler festgestellt hat oder nicht“, schließt der Anwalt. Quelle: MT/ Roland

www.fss-online.de/index_recht.asp?


ZurückDruckenLeserbriefEmpfehlen

Bookmarken bei:
Internet Explorer Mozilla Firefox google.com Mister Wong Yahoo facebook Linkarena MySpace Twitter del.icio.us


+++ Copyright (c) 2006 +++
MONEY TIMES, die Internet- Finanzzeitung ist urheberrechtlich geschützt.
Es ist unzulässig, Inhalte ohne Redaktionszustimmung gewerbsmäßig zu nutzen, zu verändern und zu veröffentlichen.