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+++ Lebensgefühl im Wandel: 60 ist das neue 50 +++
17.04.2014
Money matters: In vielen Ländern der Welt und über Generationen hinweg sorgen die Menschen sich über ihre finanzielle Situation im Rentenalter. Die Mehrheit rechnet damit, dass sie ihren Lebensstandard dann einschränken muss, gleichzeitig ist das Vertrauen in die staatlichen Alterssicherungssysteme gering, so eines der Ergebnisse der Studie „Sicherheit – Vertrauen – Zusammenhalt“, die Allianz International Pensions anlässlich des 3. Berliner Demografie Forums durchgeführt hat. Unter diesem Motto stand auch das Forum, eine internationale Debattenplattform, das vom 9. bis zum 11. April mit hoher internationaler Beteiligung stattgefunden hat.

Für die Studie wurden rund 2.700 Vertreter zweier Altersgruppen (30 bis 45 Jahre und 60 bis 75 Jahre) in den sieben Ländern befragt, die auch auf dem Berliner Demografie Forum vertreten sind: Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien als Länder des „Old Europe“ sowie mit der Türkei und Malaysia zwei sehr junge Länder. Auch Japan, das Land mit der ältesten Bevölkerung der Welt, wurde einbezogen. Die Studie ist vor allem der Frage nachgegangen, wie sich die jeweilige Bevölkerung auf den Ruhestand vorbereitet und welche Faktoren das individuelle Sicherheitsgefühl der Menschen beeinflussen.

Generationen haben ähnliche Vorstellungen
In Zeiten zurückgehender Geburtenraten und steigender Lebenserwartung geraten die Sozialsysteme vieler Länder zunehmend unter Druck. Je höher der Anteil der älteren Menschen an der Bevölkerung ist, den es zu unterstützen gilt, desto größer ist die Verantwortung, die auf den Schultern der jüngeren Generationen lastet. Aber welche Auswirkungen hat dies im Alltag, insbesondere im Miteinander der Generationen?

Obwohl der Alterungsprozess eines Volkes überall ein wichtiges Thema ist, gibt es von Land zu Land große Unterschiede – die Völker altern unterschiedlich schnell, ebenso ist das Maß unterschiedlich, in dem der demografische Wandel sich auswirkt. „Unterschiedliche Einstellungen der Generationen in einem Land beeinflussen die Untersuchungsergebnisse nicht so sehr als vielmehr regionale Faktoren“, beschreibt Brigitte Miksa, Leiterin von Allianz International Pensions, eines der Ergebnisse. „Das fand ich überraschend, zeigt es doch, dass der so genannte Vertrag zwischen den Generationen intakt ist.“

Bevölkerungen unterschiedlich optimistisch in Bezug auf ihre Zukunft
Der auffälligste Unterschied zwischen den Ländern war die jeweilige Erwartung der Menschen bezüglich der eigenen Zukunft. Wenn sie an ihre nächsten zehn Jahre denken, fühlen sich Japaner und Franzosen besonders unsicher – sowohl die jüngere als auch die ältere Generation. Nur vier Prozent der jungen Generation der Japaner blickt optimistisch in die Zukunft, in Frankreich sind es immerhin 25 Prozent. Dieses Ergebnis steht in starkem Kontrast zu Malaysia, wo etwa 60 Prozent beider Generationen ihre Zukunft sehr zuversichtlich sehen, in Deutschland sind 56 Prozent der jüngeren und 50 Prozent der älteren Generation optimistisch.

Familie und Geld geben Sicherheit
Gefragt nach dem, was ihnen im Leben ein Gefühl von Sicherheit vermittelt, war eine der am häufigsten genannten Antworten – in beiden Altersgruppen – in Japan (mehr als 65 Prozent der Befragten) und Malaysia (mehr als 74 Prozent) „Geld oder Ersparnisse zu haben”. In der Türkei und Italien beispielsweise hat die Familie einen deutlich höheren Stellenwert als Geld. Wichtig in diesem Zusammenhang: Die Mehrheit aller befragten jungen Menschen – mit Ausnahme von Deutschland – gab an, nicht genug Geld zu haben, um für das Alter zu sparen. In Japan ist diese Meinung mit 59 Prozent am stärksten vertreten, in Deutschland dagegen bei 40 Prozent der Befragten. Das kann fatale Auswirkungen haben, denn die verbreitete Überzeugung ist, dass weder die gesetzliche noch die betriebliche Altersvorsorge sie mit ausreichend Mitteln versorgen werden, um als Rentner ein gutes Leben zu führen.

Gleichzeitig ist es jungen Menschen sehr wohl bewusst, dass sie früh mit dem Sparen beginnen sollten. Dies gilt insbesondere für Malaysia, wo das Alterssicherungssystem hauptsächlich kapitalgedeckt ist, ebenso wie in Japan, der Türkei und Deutschland. „Jüngere Menschen in Frankreich und Italien stufen die Notwendigkeit zu sparen nicht so hoch ein. Man könnte vermuten, sie schätzen ihr zukünftiges Alterseinkommen nicht ganz realistisch ein“, sagt Miksa.

Ein längeres und glücklicheres Leben?
In der Rente wollen viele aktiv bleiben – die Mehrzahl der Befragten plant zu reisen und sich sozial zu engagieren. Angesichts der Tatsache, dass wir immer länger leben und gesund bleiben, scheint dies realistisch: „Die Lebensmitte verschiebt sich nach hinten“, beschreibt die Expertin. „Die Lebenserwartung einer heute 60-jährigen ist die gleiche wie die, die eine 50-jährige Mitte des vergangenen Jahrhunderts hatte. Man könnte sagen 60 ist das neue 50.“

In Kombination mit dem Alterungsprozess der Gesellschaften hat diese Tatsache bereits zu einer ganzen Reihe von Rentenreformen geführt, die die Belastung der Sozialsysteme reduzieren sollen. „Das mangelnde Vertrauen vieler in die staatlichen Alterssicherungssysteme ist vor diesem Hintergrund verständlich“, so Miksa. „Alarmierend ist allerdings, dass viele Menschen sehr skeptisch sind, ihre Versorgungslücke überhaupt schließen zu können. Regierungen müssen systematisch daran arbeiten, die Effizienz zusätzlicher Versorgungssysteme sicherzustellen und den Mix aus verschiedenen Alterseinkommensquellen zu optimieren.“ Quelle: MT/ Allianz

www.fss-online.de/index_riester.asp?


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