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+++ Vegane Ernährung – was steckt dahinter? +++
17.04.2014
Woher stammt der Begriff „Veganismus“ und was kann man sich unter einer veganen Lebensweise genau vorstellen?
Der Begriff „vegan“ ist eine Verkürzung des englischen Wortes „Vegetarian“. Der britische Vegetarier Donald Watson prägte ihn 1944. Watson verzichtete aus ethischen Gründen neben Fleisch auch auf jegliche Art von tierischen Produkten. Heute spielen für immer mehr Veganer auch gesundheitliche Aspekte eine Rolle bei ihrer Ernährungsgestaltung. Veganer streichen nicht nur Fleisch und Fisch vom Speiseplan, sondern auch Eier und Milchprodukte wie Käse oder Quark. Zu einer veganen Lebensweise gehört darüber hinaus häufig auch der Verzicht auf sämtliche Substanzen und Materialien tierischen Ursprungs, zum Beispiel in Kleidung, Kosmetik und Möbeln. Dazu zählen neben Lederprodukten beispielsweise auch Daunendecken oder Waren aus Seide. In Deutschland gibt es rund sieben Millionen Vegetarier, davon ernähren sich 800.000 vegan, also rein pflanzlich.

Wie wirkt sich die pflanzliche Ernährung auf die Gesundheit aus? Auf welche Nährstoffe müssen Veganer besonders achten und in welchen Lebensmitteln sind sie zu finden?
Zwar empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) eine Mischkost mit Milchprodukten, etwas Fisch und wenig Fleisch. Gegen eine vegane Lebensweise spricht aus gesundheitlichen Gründen bei gesunden Erwachsenen jedoch nichts. Voraussetzung ist allerdings ein gutes Ernährungswissen. Denn bei unausgewogener Lebensmittelauswahl kann der völlige Verzicht auf tierische Lebensmittel zu Mangelerscheinungen führen. Gerade deshalb ist es wichtig, dass Veganer ihre Nahrung sehr sorgfältig zusammenstellen, um Nährstofflücken zu vermeiden. Insbesondere sollten sie unbedingt auf die Versorgung mit Eiweiß, Eisen, Kalzium, Jod und Vitamin B12 achten. Das für die Blutbildung unerlässliche Vitamin B12 beispielsweise ist beinahe ausschließlich in tierischen Lebensmitteln enthalten. Wer sich über längere Zeit vegan ernährt, benötigt deshalb spezielle Präparate zur Nahrungsergänzung, um eine ausreichende Versorgung sicherzustellen. So können Veganer etwa mit Vitamin B12 angereicherte Lebensmittel wie spezielle Frühstücksflocken, Margarine, Fruchtsäfte oder Müsliriegel kaufen. Kalzium steckt unter anderem in Hülsenfrüchten und Nüssen, der Eiweißbedarf lässt sich über Erbsen und Bohnen abdecken. Jod kann der Körper über jodiertes Speisesalz aufnehmen. Trockenobst, Spinat und Getreideprodukte liefern Eisen. Dennoch gilt: Um einen Mangel frühzeitig zu erkennen, sollten Veganer in jedem Fall regelmäßig Blutwerte und Nährstoffhaushalt beim Arzt überprüfen lassen.

Ist diese Ernährung für jeden empfehlenswert? Eignet sich eine vegane Ernährungsweise auch für Kinder? Und was müssen Schwangere und stillende Mütter beachten?
Eine rein pflanzliche Ernährung kann eine gesunde Wahl für Erwachsene und ältere Jugendliche sein, wenn sie auf eine ausgewogene Ernährung achten. Eine vegane Lebensweise ist aber nicht für jeden zu empfehlen: Für Säuglinge, Kleinkinder und Kinder ist sie ungeeignet. Auch Schwangeren und stillenden Müttern ist von einer streng veganen Ernährungsweise abzuraten. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung steigt durch das starke Wachstum und den geringen Nährstoffspeicher insbesondere bei Babys und Kindern das Risiko für die Entwicklung von Nährstoffmangelzuständen. Wer sich dennoch für sein Kind – vielleicht sogar schon während der Schwangerschaft – für eine vegane Ernährung entscheidet, sollte sich vorher dringend ärztlich beraten lassen. Eine Alternative zum Veganismus ist die sogenannte ovo-lacto-vegetarische Ernährung. Das bedeutet zwar den Verzicht auf Fleisch und Fisch; Eier und Milchprodukte dürfen aber auf dem Speiseplan stehen. Schon der gelegentliche Verzehr von Milch- und Milchprodukten schließt Versorgungslücken bei Calcium sowie Vitamin B12. Quelle: MT/ Ipsos i:Omnibus™





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