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Regulierungsbehörde kommt verspätet
18.08.2004
Elektrischer Strom ist teuer wie nie - und in Deutschland teurer als in jedem anderen EU-Land. Die großen Anbieter haben allen Grund zur Freude, denn vorerst können sie noch nach Lust und Laune die Preise erhöhen. Dabei sollte zum 1. Juli 2004 eine eigene Regulierungsbehörde die Macht der großen vier Konzerne endlich begrenzen. Doch das Wirtschaftsministerium verzögert den Start: frühestens zum Jahresende wird die Behörde ihre Arbeit aufnehmen. Schon jetzt lässt sich durch einen Anbieterwechsel viel Geld sparen – je nach individuellem Verbrauch bis zu 35 Prozent. Dennoch scheuen Viele den Wechsel. Nicht einmal 5 Prozent aller deutschen Haushalte haben sich bisher für einen günstigeren Anbieter entschieden. Dabei ist das ganz einfach: zuerst anhand der Jahresrechnung den eigenen Verbrauch ermitteln. Anschließend die Preise der unterschiedlichen Anbieter vergleichen und den günstigsten auswählen – hier hilft das Internet. Anschließend den Vertrag des ausgewählten Stromproviders anfordern und sorgfältig prüfen. So sind etwa die Vertragslaufzeiten sehr unterschiedlich. Auf mehr als ein halbes Jahr Vertragsbindung sollte man sich nicht festlegen lassen, denn die Preisstruktur im Markt kann sich schnell wieder ändern. Wichtig: den bisherigen Vertrag nicht selbst kündigen - das übernimmt der neue Vertragspartner. So werden Schwierigkeiten beim Wechsel vermieden. Übrigens: sollte trotzdem etwas schieflaufen, muss niemand Angst haben, im Dunkeln zu sitzen: die regionalen Versorger sind gesetzlich verpflichtet, jedem Endkunden Strom zu liefern.

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