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Freie Arztwahl für Arbeitnehmer
08.09.2004
Arbeitnehmer dürfen selbst entscheiden, welchen Arzt sie im Krankheitsfall zu Rate ziehen – auch wenn der Arbeitgeber das anders sieht. Das entschieden jetzt die Richter des Landgerichts Erfurt (Az. 2 HK O 180/04). Die Firmenleitung eines Thüringer Unternehmens hatte ihren Mitarbeitern ein Merkblatt ausgehändigt, auf dem zwei ortsansässige Ärzte namentlich genannt waren. Die Firma werde ab sofort keine Arbeitsunfähigkeits-Bescheinigungen mehr anerkennen, die von einem dieser Ärzten unterschrieben sind. Sollten einzelne Mitarbeiter weiter AU-Bescheinigungen der betreffenden Mediziner vorlegen, werde keine Lohnfortzahlung mehr geleistet. Das sahen die Richter jedoch anders: das Recht des Arbeitnehmers auf freie Arztwahl dürfe nicht willkürlich durch den Arbeitgeber eingeschränkt werden. Auch das gesetzliche Recht der Angestellten auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall könne die Firmenleitung nicht eigenmächtig außer Kraft setzen. Zweifelt die Firmenleitung im konkreten Fall an der Richtigkeit eines ärztlichen Zeugnisses, habe sie selbstverständlich die Möglichkeit, eine gutachterliche Stellungnahme des Medizinischen Dienstes einzuholen. Der grundsätzliche Boykott bestimmter Ärzte sei aber nicht gerechtfertigt. Die pauschale Zurückweisung von Arbeitsunfähigkeits-Bescheinigungen einzelner Mediziner unter Verweigerung der Lohnfortzahlung sei in Bezug auf die freie Berufsausübung der betroffenen Ärzte zudem wettbewerbswidrig.

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